Die frage der Ungarn-Flüchtlinge von 1956 in Iserlohn. Quellensammlunk - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 35. (Nyíregyháza, 2006)

Quellen - Zeitungsartikel

Familienmitglieder und nicht zuletzt der persönliche Eindruck. Gerade der wurde als sehr wichtig erachtet. Die gesuchten Berufe wurden gefunden: Kraftfahrzeug-, Maschinen- und Werkzeugschlosser, Ingenieure, Auto­schlosser und -mechaniker: sogar ein Karosserieklempner war dabei. Es waren im ganzen 19 Menschen, die im Iserlohner Raum Arbeit und Wohnung finden sollten. Diplomingenieur Fanda von der Ingenieurschule hatte sich bereit erklärt zu dolmetschen. Später stellte sich Frau Scheffer als Dolmetscherin dem Arbeitsamt zur Verfugung. Sie wird in allernächster Zeit mit Sprachkursen für die Ungarn beginnen, da keiner von ihnen auch nur soviel Deutsch kann, um sich einigermaßen verständigen zu können. Ein zweiter Transport von Ungarnflüchtlingen mußte vorläufig zurückge­stellt werden. Arbeitsplätze sind vorhanden - aber es fehlt an Unterbrin­gungsmöglichkeiten. Es sind wohl Angebote vorhanden, die aber durch be­stimmte Wünsche und Bedingungen wesentlich eingeschränkt werden. Viele möchten gern ein Kind aufnehmen. Vorläufig sind aber im Lager sehr wenige Kinder und ältere Leute. Das Durchschnittsalter der Flüchtlinge liegt zwischen 25 und 40 Jahren. Es ist wichtig, daß Quartiere zur Verfügung ste­hen, die für mehrere Arbeiter oder ein Ehepaar geeignet sind. Die ungari­schen Flüchtlinge sind mit äußerster Konsequenz darauf bedacht, gemein­schaftlich zu wohnen. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl ist besonders stark ausgeprägt. Das ist eine Tatsache, die unter allen Umständen bei jeglichen Unterbringungsplänen berücksichtigt werden muß. Viele bieten auch Stellen für Mädchen als Hausgehilfinnen an. Das ist nicht erforderlich und kann auch nicht durchgeführt werden. Denn einmal sind vorläufig nur sehr wenige Mädchen im Lager, zum anderen legen die Flüchtlinge verständlicherweise Wert auf höher bezahlte Stellungen in Betrieben. Sie sind auf jeden Pfennig angewiesen. Alle Angebote für Wohnungen und Arbeitsplätze sollen nicht durch wohltätig gemeinte Wün­sche eingeschränkt werden. Andererseits darf auf keinen Fall darauf spe­kuliert werden, etwa auf diesem Wege eine billige Arbeitskraft für den Haus­halt oder Betrieb zu haben. 20. IKZ, 15.-16. Dezember 1956 S. 4. VERSTÄNDIGUNG AM SCHWIERIGSTEN Vor allem ergeht die dringende Bitte des Arbeitsamtes an die Industrie. Von da sollen der Mangel an Facharbeitskräften und Quartiere dem Arbeitsamt gemeldet werden. Es ist fast immer möglich, Facharbeiter, die es bei uns nur

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