Fazekas Rózsa: Gróf Károlyi György naplófeljegyzései 1833–1836 - A Szabolcs-Szatmár-Bereg Megyei Levéltár Kiadványai II. Közlemények 26. (Nyíregyháza, 2003)

Függelék - A naplófeljegyzések német nyelvű szövege

9. Februar. Heute traten wir unsere Reise oder vielmehr caravane, um das Merkwürdigste auf dieser herrlichen Insel zu sehen, an. Unser Aufmarsch war sehr zahlreich. Der Herzog, der noch immer lahm ist, fuhr mit M. Cav., ein zweiter Wagen enthielt den Arzt und einen Teil der Diener Sch., nebst einen Künstler, den der Herzog aus Neapel mitnahm, um die schönen Gegenden, an welchen ein Überfluß in diesem Lande ist, aufzunehmen. Dann folgten Cowper und ich zu Pferde, und endlich 15 Maultiere mit sämtlichem Gepäck und dem übrigen Gefolge. Man kann sich denken, wie sämtliche Einwohner Messinas, die uns [...], über unsere zahlreichen Aufmarsch staunten. Wir nahmen zuerst den Weg gegen Catania, bis wohin gemachte Straße ist, der Weg von Messina an ist äußerst anmutlich, fortwehrend an der See und am Fuß des Gebirges, daß die herrlichste Abwechslung von Tälern und Schluchten gewährt, je weiter man indes vordringt, desto großartiger gestalten sich die Gebirge, weil sie sich immer dem Etna nähern. Der Weg ist mit bedeutenden Gebirgsströmen durchschnitten, deren war 38 zählten, und bei anhaltendem Regen sind sie kaum zu passieren. In den Nachmiltagsstunden überfiel uns ein heftiger Regen, der uns doch nicht hinderte, die herrlichen Stellen, und die ausnehmend schönen Konturen des Gebirges zu bewundern, bis wir gegen der Dämmerung ganz durchnäßt in Jardino, an Fuß des alten Taormina ankamen. Catania, 10. Februar. Heute ist eben Faschingsmontag, und es ist sonderbar zu denken, Neapel mit allen seinen Annehmlichkeiten, die der Karneval all da gewährt, verlassen zu haben, um in dieser unzivilisierten Insel herumzuwandern. Es konnte mich auch nur eine Ursache hierzu bewegen, nämlich gewißen Leuten des andern Geschlechts aus dem Wege zu gehen, [...] und ich fange an recht froh über diesen Entschluß zu sein. Der Morgen, den ich heute im alten Taormina zubrachte, ist wohl alle Karnevalunterhaltungen (außer, wenn man ein besonders Interesse hat) wert. Bei einem schönen Morgen, der nach dem gestrigen Regen um desto angenehm war, gingen wir den Berg hinan, und betraten die alte Stadt. Sie ist noch von ungefähr 5000 Einwohnern bewohnt, und ist auf einem Fels erbaut, der die schönste Aussicht auf die See und das Land umher gewährt. Die Mauerringe herum sind von Vasallenzeit sowie auch einige Gebäude aus derselben Zeit. Ruinen einer griechischen Naumachia sind noch sichtbar, das Merkwürdigste und unstreitig eines der interessantesten Reste des klassischen Zeitalters ist das griechische Thealer, das ein paar 100 Schritte außer der jetztigen Stadt auf einer der schönsten Anhöhen

Next

/
Oldalképek
Tartalom