Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Die Ermittlung

Ich dachte, mein Mann wurde getötet. Szendrödy kam zurück und sagte: 'Beruhigen Sie sich! Ich kam auf halben Weg zurück. Ein Unfall ist passiert, ich dachte, Sie wären sehr erschrocken.' Er blieb bei mir, bis das Licht wieder an war, dann ging er weg und brachte meinen Mann. Als ich ihn erblickte, war er totenblass, sein Gesicht voller Stoppeln. Ein wenig unterhielten wir uns, dann sagte ich zu Szendrödy: 'Mein Vater ist bestimmt noch hier, mit ihm würden wir nach Zsida fahren.' Er antwortete: 'Fahren Sie nicht hin, fahren Sie nach Hause, nach Répcelak!' Wir erreichten den letzten Zug und fuhren nach Hause. Von meinem Vater konnten wir nur einen kurzen Abschied nehmen. “ László Fenyves: „ Wir waren endlich zu Hause. Die Polizisten kamen nie mehr. Von den Verhören bekamen wir keinerlei Papier, zu den Verhandlungen wurden wir nicht vorgeladen. “ Emőke Monek: „An dem Abend - am 14. Dezember - erwartete man am Bahnhof wahrscheinlich nicht Tibor Kóczán, sondern meinen Mann. Was ihm geschehen wäre, ist ein Rätsel, aber wenn er nach Zsida gefahren wäre, einen Weihnachtsbaum zu holen, wie es abgesprochen war, hätte man ihn sicher in den Mord verwickelt. “ In Bezug auf János Brenner fand man aber keinen Schuldbeweis, denn einen solchen gab es nicht. Nachdem die „Frauengeschichten“ von János Brenner keine Bestätigung gefunden hatten, kam es zu einer Wende. Endre Lamatsch berichtet darüber: „Als die Suche auf der 'Liebesschiene' scheiterte, begann man uns auszufragen, was Kaplan Brenner und auch wir 1956 in Österreich gesucht hätten. Vergeblich behauptete ich, damals ging von Szentgotthärd nach Österreich nur der nicht, der nicht gehen konnte. Dann wechselte man zur diversionis-98

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