Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Die Ermittlung

tischen Linie. (Diversion bedeutet im kommunistischen Sprachgebrauch politische Störung, Sabotage). Da erschra­ken wir. Im gegebenen Fall hätte man aus uns herausschlagen können, was man wollte. Dazu hätte man aber die Grenzwache miteinbeziehen sollen und offensichtlich war diese Sache allzu schwach, etwas dadurch erreichen zu kön­nen, deshalb ließ man dies fallen. “ Die Ermittlungsbeamten hatten dann vor zu beweisen, János Brenner wurde getötet, weil man sich im Pfarrhaus das Geld, das für den Kirchenbau von Magyarlak gesammelt war, ver­schaffen wollte. Es ist aber zu bedenken, warum einer, der wirklich das Geld stehlen wollte, den Priester aus dem Pfarrhaus herausrief. Er hätte ihn nämlich dort töten können, denn er war ja allein. Später stellte sich heraus, dass im Pfarrhaus kein Geld ver­schwunden war. Der erste Verurteilte Da es nicht gelang, den Mord aus Gewinnsucht zu beweisen, betonten die Gläubigen immer entschlossener, wenn man den Mörder nicht findet und benennen kann, dann ist es sicher, dass der Mord die Tat der Kommunisten war. Deshalb musste man einen Mörder herbeiholen. So kam Ferenc Tóka ins Blickfeld, den die Polizei festnahm. Das Bezirksgericht von Szombathely stellte nach den Verhandlungen am 19., 20., 21. Mai und 4., 16. und 17. Juni 1959 fest, er sei der Täter des Verbrechens eines Mordes und eines Raubes und es wurde als Gesamtstrafe die Todesstrafe verhängt. Die Polizei teilte mit, der Mörder sei gefunden worden. Er habe seinen Hut erkannt und berichtet, wo er die Schlüssel des Pfarrhauses hingeworfen hätte. Der mutmaßliche Mörder 99

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