Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Skizze über die Verfolgung der katholischen Kirche in Ungarn (1945-1957)
erzählte er, die Leute in Magyarlak würden sich freuen, denn der Bau ihrer Kirche geht gut voran. Ich machte mich auf den Weg nach Hause, er begleitete mich bis zur Tür. Da fragte ich ihn: 'Haben Sie keine Angst allein?' Oh, warum denn?' - sagte er mit einem Lachen und machte die Tür hinter mir zu. Im Sarg habe ich ihn wiedergesehen. “ Nach dem Bericht der Augenzeugen war an diesem Samstag, dem 14. Dezember, in Szentgotthárd ein großes Kommen und Gehen. Es fanden der Klubabend für die Ratsmitglieder und der Polizistenball gleichzeitig statt. Während der Totengräber von Rábakethely fúr die Beisetzung eines jungen Verstorbenen am nächsten Tag das Grab vorbereitete, sah er eine Gruppe von Leuten in Lederjacken um die Kirche und den Friedhof. Herr Pfarrer Kozma wollte nach dem Beichtehören in Farkasfa doch nicht bei der Familie bleiben, er wollte um jeden Preis nach Hause, aber die Familie, bei der er immer übernachtete, hielt ihn wegen des schlechten Wetters zurück. Er ahnte bestimmt etwas. Die Nachricht des Mordes Am Sonntag früh, dem 15. Dezember 1957, lud das Glockenläuten in Rábakethely die Leute zur Eucharistiefeier ein. Die Gläubigen versammelten sich, aber es fiel auf, dass der Kaplan, der normalerweise immer pünktlich war, noch nicht angekommen war. Tante Málcsi, die Haushälterin, die sich schon im Pfarrhaus aufhielt, erinnert sich wie folgt an den traurigen Morgen: „Am Sonntag früh ging ich um 7 Uhr ins Pfarrhaus, um bis zur Messe meine Arbeiten verrichten zu können. Ich hatte ja einen Schlüssel zum Pfarrhaus. Ich war gerade bei der 69