Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Mitpriester über den Märtyrer

Zum 6. Weihetag der Brenner-Gedächtniskapelle Dr. Levente Balázs Martos Zsida 25. August 2002 Liebe Schwestern und Brüder! Alle, die wir hierher gekommen sind, sind als Pilger gekom­men. Der Pilger hat eine besondere Eigenschaft, ein Ziel. Er will einem Ereignis näher kommen, sich einem Ort annähern, sucht einen Heiligen, den er erst findet, wenn er hingeht, wo dieser Heilige lebte, wirkte und starb. Der Pilger möchte den Geist berühren, erspüren, der aus diesem Ort und dem Erbe des Heiligen hervorsprudelt. So sind wir auch zu diesem Ort gekommen, liebe Schwestern und Brüder, wo János Brenner den Märtyrertod erlitt. Wir möchten näher zu ihm gelangen und fast - soweit es möglich ist - ihn berühren. Was ist die Hinterlassenschaft, in der wir sein Martyrium viel­leicht am nächsten erfahren dürfen? Was ist der Gegenstand, der für uns zum Zeichen werden kann, in dem wir selbst den Märtyrer betrachten können, in dem wir symbolhaft auch das Zeitalter des Märtyrers, sein Leben und unser Leben wiederfinden? Dieses Zeichen, liebe Schwestern und Brüder, dieser Gegenstand, den wir zum Thema unserer Betrachtung nehmen möchten, ist das Rochett, durchtränkt mit dem Blut von János Brenner. Ihr könnt es euch hier in der Kapelle anschauen. Betrachten wir dieses Rochett! Was ist das, was zuerst auffällt? Wie sieht es aus? Was verrät es uns über die Person von János Brenner? Im Buch der Psalmen, im Psalm 139 lesen wir: „Du hast mich im Schoß meiner Mutter gewoben.“ Betrachten wir 170

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