Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Bekenntnisse
verstehen noch nicht, warum dies jetzt so geschehen musste. Es war Gottes Wille! Ich kann mit Sicherheit sagen, dass der echte Grund seines Todes der Wille Gottes war. Diesem auseinandergeratenen ungarischen Volk, das ohne Ideale und ohne Gott lebt, hat Gott ein Ideal gesandt. Und das Ideal musste leiden und sterben. Erzsébet Kurucz - „Ich werde den Hirten erschlagen, dann werden sich die Schafe zerstreuen“ - man hat sich aber geirrt. Dem Hirten wurde zwar das Leben genommen, aber die Menschen falteten die Hände zusammen. Es gab überall Drohungen, keiner wagte darüber zu reden, weder hier noch anderswo. Man schwieg, aber das geistliche Leben wurde nicht eingeengt dadurch, dass er getötet worden war. Damals war er nicht der Einzige. Mehrere wurden getötet oder zu Tode gefoltert. Imre Dan csecs- Es war ein politischer Mord.- Hat man erreicht, was man wollte, nämlich die Leute zu verängstigen?- Nein. Man hat das nicht erreicht. Um so mehr Menschen begannen zur Kirche zu gehen. Es war nicht ratsam, darüber zu sprechen. Es brachte nicht gerade Vorteil mit sich, wenn einer sich dazu positiv geäußert hätte. Dr. László Gyürki - Damals starb nicht nur János Brenner den Märtyrertod. Wir kennen andere ähnliche Geschichten. In Rábakethely lebte eine fromme Gemeinde mit tiefem Glauben, in der er, wenn ich es so sagen darf, ohne Schwierigkeiten seine seelsorgerische Arbeit verrichten konnte und er tat es auch wirklich mit vollem Einsatz. Der damalige Chef der Staatlichen Kirchenbehörde 133