Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)
Bekenntnisse
ein, und ich erschrak. Das verleugne ich nicht. Ich geriet in Panik, aber allmählich wich sie. Nach dem Rigorosum rief mich der Herr Bischof an, schlich aber wie die Katze um den heißen Brei, bis er sich traute zu sagen, er würde mich nach Rábakethely versetzen. Als der Herr Bischof es mir sagte, hatte ich gar keine Angst mehr. Das sage ich, weil nach dieser Disposition mich alle gefragt hatten, ob ich keine Angst gehabt hätte. Am Anfang schon, antwortete ich, aber später nicht mehr. Erzsébet Kurucz (Sie hält das blutige Rochett in ihren Händen.)- Der Leichnam wurde am Nachmittag zum Friedhof in Szentgotthárd gebracht. Der ehrwürdige Herr Kaplan János trug dieses Rochett, das ich in meinen Händen halte, beim Mord. Man sieht daran Blutflecken, aber nur wenige Stiche und Schnitte. Nachdem er nämlich ausgeblutet war, zog man ihn an seinen Füßen durch die naheliegende Hecke, wobei das Rochett völlig hochgekrempelt wurde. Sein Kleid war völlig zerschnitten, das Rochett nicht. Sein Kopf wurde so geschlagen, dass man nachher ihm die Priesterkappe nicht mehr aufsetzen konnte, weil er so angeschwollen vom Schlagen war. Er sah entsetzlich aus. Der Leichnam wurde in die Leichenhalle des Friedhofs in Szentgotthárd gebracht, er wurde nackt aufgebahrt, aber als ein „Genosse“ gütigeren Geistes es sah, ging er in ein Haus, brachte ein Tuch und deckte den Leichnam zu. Ruf und Berufung József Brenner- Ich glaube, es gab keinen großen Unterschied zwischen uns und den anderen Jugendlichen, wir waren ebenso fröhlich, zu jedem Spaß und allem Möglichen und Unmöglichen bereit. Bis 123