Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Bekenntnisse

Der Mord Erzsébet Kurucz Salvatorschwester, Kuratorin der Brenner-Gedächtniskapelle- Wir sitzen im Friedhof von Räbakethely, hinter uns liegt der Wald, durch den der letzte Weg von Kaplan János Brenner führte. Was geschah damals in der Nacht am 14. Dezember?- Am 14. Dezember, wie es jedes Jahr üblich war, ging einer der Priester in die Filialen. Vier Filialen gehörten zur Pfarrei von Räbakethely: Farkasfa, Magyarlak, Máriaújfalu und Zsida. An diesem 14. Dezember war der Herr Dekan dran, jedes Jahr wechselten sich nämlich der Herr Dekan und der Herr Kaplan ab, die Weihnachtsbeichte in Farkasfalva zu hören. In jener Nacht übernachtete der Herr Dekan, wie es üblich war, in Farkasfa. Wir kamen hier in die Pfarrkirche von Räbakethely um 7.30 zur heiligen Messe. Die Kirche war zu. Wir meinten, der Herr Kaplan hätte verschlafen. Der Küster schickte einen Messdiener, ihn zu wecken. Als er zurückkam, wusste Tante Mälcsi schon Bescheid, was geschehen war. Er sagte dem Jungen, er möge drüben mitteilen, der Herr Kaplan läge tot in Zsida, er sei ermordet worden. Pfarrer József Brenner, Generalvikar- 1957 kam ich als Kaplan nach Lenti im Süden des Komitats Zala. An einem Montag putzte ich gerade mit meinem Mitkaplan das Taufbecken in der Kirche. Da lief ein Junge auf mich mit der Nachricht zu, es wäre ein Telegramm aus Szombathely gekommen. [...] Ich ging ins Pfarrhaus, das Telegramm lag dort: „Komm nach Hause, Jancsi ist plötzlich gestorben.“- Was haben Sie damals gefühlt?- Eigentlich wusste ich gar nicht, worum es geht. Zuerst dachte ich, bestimmt ist ihm ein Motorradunfall passiert, er hatte zu 116

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