Császár István - Soós Viktor Attila: Der ungarische Tarsitius. Das Leben und Martyrium von János Brenner, 1931-1957 (Szombathely, 2003)

Bekenntnisse

der Zeit schon ein Motorrad. Wir gingen zur Post, um Kontakt mit Szombathely aufzunehmen, was damals ziemlich schwierig war, denn es gab ja kein Telefon. Die Postbeamten wussten schon, was los war, und von ihnen erfuhr ich, dass mein Bruder getötet worden war. Pfarrer László Brenner aus Répcevis - Damals war ich Kaplan im Dom zu Győr. Es geschah direkt vor Weihnachten, als wir am meisten zu tun hatten. Die Dunkelheit dauert am 15., 16. und 17. Dezember am längsten. Unser Spiritual, der Leiter des Seminars, kam ins Pfarrhaus. Er sagte mir, dass János gestorben war. Er wusste aber nicht, warum und wie er starb. Die Priester schickten mich sofort nach Hause und versprachen, während der Festtage meinen Dienst zu übernehmen, ich solle zu Hause bleiben. Ich wusste von nichts. Ich kam nach Hause, weckte durch Anklopfen meine Eltern und ging hinein. Meine erste Frage war, ob es ein Motorradunfall gewesen wäre. Nein, sagte mein Vater, er wurde getötet. Pfarrer Dr. László Gyürki, päpstlicher Prälat- Es war Advent. Ich war sehr erschüttert. Den geliebten Gläubigen habe ich am zweiten Weihnachtstag, dem Fest des Heiligen Stephan, zum größten Teil darüber gepredigt, dass sich das Ereignis in der Apostelgeschichte, nämlich der Tod des ersten Märtyrers, immer wiederholt. Wie ähnlich ist der Tod unseres Priesterbruders dem Tod des ersten Märtyrers! Ja, sein Mord geschah genauso brutal wie die Steinigung des Heiligen Stephan. Frau Bukits- Wann begegnete Ihnen der Name von János Brenner?- Im Jahre 1957. Am Sonntag nach seinem Tod berichtete unser Pfarrer in Ják in unserer berühmten Denkmalkirche, dass in der 117

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