Géfin Gyula: A szombathelyi székesegyház (Szombathely, 1946)

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Dr. Julius Géfin: Die Domkirche von Szombathely (Steinamanger) Inhalt Orts ge Schicht e. Szombathely, die ehemalige Colonia Claudia Savaria, Ungarns älteste Stadt, erhielt um das Jahr 43 n. Chr. von Kaiser Tiberius Claudius den Titel einer Colonia und war die Haupt­stadt der Provinz Pannonia Superior. Durch das Martyrium des hl. Quirinus (um 303) und als Geburtsstätte des hl. Martin v. Tours bleibt ihr Name in der christlichen Welt stets in ruhmvollem Andenken. Die neueren Ausgrabungen (1938—1941) der Basilica des hl, Quirinus und der römischen Strassen zeitigten beredte Denkmäler ihrer ein­stigen Grösse (Abb. 2). Seit dem XI, Jahrh. waren die Bischöfe von Győr (Raab) die Grundherren der Stadt, ihre Burg spielte auch in der Epoche der Türkenkriege gewisse Rolle. Im Jahre 1777 wurde Szombathely Sitz einer neuen Diözese. Der erste Bischof, der tat­kräftige und hochbegabte Johann von Szily (Abb. 1) hat durch Grün­dung eines Gymnasiums, einer philosophischen und theologischen Hochschule, einer öffentlichen, wertvollen Bibliothek, einer Buch­druckerei, sowie durch seine grosszügige Bautätigkeit die Stadt zu einem wahren Kulturmittelpunkt Westungarns erhoben (Abb. 3 u. 4). Baugeschichte. Nach Erbauung des Priesterseminars und der bischöflichen Residenz begann Bischof Szily im Jahre 1791 an der Stelle der ehemaligen Burg den Bau der Domkirche, dessen Programm er bis in die kleinsten Einzelheiten selbst zusammenstellte. Sein Baumeister war der Tiroler Melchior Hefele (1716—1794) und nach dessen Tode J. G. Anreith. Szily starb im Jahre 1799, sein zweiter Nachfolger Leopold Somogy beendete im Jahre 1814 die innere Aus­schmückung der Kirche. Der Stil der Domkirche. Die Domkirche ist im Stile des von Palladiostudien stark beeinflussten Barockklassizismus erbaut. Klas­sischen Geistes sind vor allem der Aufbau der Fassade, die innere Raumgestaltung, der Rythmus der Säulenordnungen, sowie die reich 219

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