Borza Tibor (szerk.): A Magyar Kereskedelmi és Vendéglátóipari Múzeum évkönyve 1970 (Budapest, Magyar Kereskedelmi és Vendéglátóipari Múzeum, 1970)
Konrádyné Gálos Magda: A budavári Fortuna fogadó
MAGDA KONR ADYNÉE GÁLOS DER GASTHOF FORTUNA IN DER BURG VON BUDA Der Gasthof Fortuna in der Ofner Burg befand sich im Gebäude des heutigen Museums für Gaststättengewerbe Ungarns und war ein bedeutender Faktor des Fremdenverkehrs. Das Gebäude wurde im Jahre 1784 vom Rat der Stadt Ofen angekauft, und in einen Gasthof umgebaut, da man sich von der Verlegung der höchsten Behörden des Landes nach Buda einen grossen Umsatz versprach. Der Gasthof Fortuna hatte bei der Eröffnung 12 Zimmer und einen Stall für 50 Pferde. Sein Restaurant (heute der grosse Saal des Museums) und sein Kaffeehaus weren von Anfang an sehr beliebt. Über alle wichtigeren Ereignisse im Leben des Gasthofs sind Dokumentel erhalten, nicht nur Pachtverträge, sondern auch ein grosser Briefwechsel der Pächter und des Magistrates über die Erweiterung, den Umbau des Gasthofs, über die Pachtsumme, die Verpflegung der Gäste, die verkauften Weine. Am Ende des 18. und am Anfang des 19. Jahrhunderts war Fortuna der erste Gasthof in Ofen. Über den Gasthof schrieben die Dichter József Gvadánvi und György Gál, er wird aber auch in den Büchern von ausländischen Weltreisenden, wie bei Toronson und Hofmannsegg erwähnt ; sein Restaurant, seine table d'hôte, seine Weine waren berühmt. In seinem Kaffeehaus herrschte ein reges Leben: Billard, Domino, Kartenspiele. Seine Gäste waren: Hochadelige, Offiziere, Beamte, durchreisende Diplomaten, Familien, die in Buda Bälle besuchten usw. Unter ihnen gab es aber Leute jeder Art und jeden Ranges — vom Erzherzog bis zum Hochstapler —, wie es aus den damaligen Reportagen hervorgeht. Zur Zeit des Freiheitskrieges war er Quartier des österreichischen Generals Hentzi. deshalb beschoss die Honvédarmee den Gasthof mit Kanonen, eine Kanonenkugel ist in der Mauer des Museums auch heute noch zu sehen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts ging der Umsatz des Gasthofs zurück. er konnte die Konkurrenz mit den herrlichen neuen Hotels von Pest nicht aufnehmen. Er wurde 1868 geschlossen, sein Kaffeehaus teilte einige Jahre später sein Schicksal. Später diente das Gebäude verschiedenen Zwecken, seit August 1966 wird es aber der Tradition des alten Gasthofs würdig genutzt: im einen Teil des Gebäudes ist das Museum für Gaststättengewerbe Ungarns untergebracht. Die alten Wände bewahren die Erinnerung an die Vergangenheit des Berufs. 134