Kovács Tivadar szerk.: Theatrum — Színháztudományi értesítő 1965

Idegen nyelvű ismertetések

lismus, bezw. die des einseitigen Ideenihhaltes, ohne die förmlichen Wirkungsmittel zu finden. Und ähnlich im Thea­ter: die Neuentdeckung der schon lange aus der Mode gekom­menen und naiven Formrevolte der verschiedenen ,,-ismussen", die Verwendung von deren Bühnenbilder- und Spiel-Gags auf der Bühne der Gegenwart, und demgegenüber das Prinzip der Aufsprogrammsetzung von Stücken eindeutig sozialistischer Weltanschauung. Vom Mangel der Ausgestaltung des sozialistischen ästhetischen Ideals folgt , dass sowohl die Dramatik, wie auch die Theaterkunst den Begriff der Zeithaftigkeit in gleicher Weise falsch versteht. Beide vergessen, dass das Interesse des Publikums durch moderne Mittel nur so und nur dann geweckt werden kann, wenn diese äusserlichen förmlichen Kennzeichen nicht bloss in sich interessant sind, sondern dem Ausdruck des den Zuschauer interessie­renden Inhaltes behilflich sein werden. Miklós Almási be­mühte sich, die Probleme der Zeithaftigkeit von dem Ge­sichtspunkte des Kunstschaffenden, der Theaterbestrebungen und des Publikums ausgehend in gleicher Wiese zu linter­suchen. István Hermann, Kandidat der Literaturwissenschaften, erörtete Probleme der sozialistischen Bewusstheit. In sei­nem Vortrag befasste er sich mit den dreierlei Erschei­nungsformen des Realismus. Seiner Ansicht nach besteht der sinnfälligste Unterschied zwischen dem naiven Realismus und dem kritischen Realismus darin, dass letzterer die Zu­sammenhänge der Wirklichkeit mehr bewusst darstellt und bemüht sich, sein Leser- oder Zuschauerpublikum um dessen gesellschaftliche Illusionen zu bringen. Die zeithaftigen westlichen Bühnen von heute - von Ionesco bis Beckett ­verstärken diese Zerstörung der Illusionen. Eine Eigentüm­lichkeit des sozialistischen Realismus ist die bewusste Sehart , und die Hauptaufgabe der sozialistischen Bühne be­steht darin, die Desillusioniertheit auf einer höheren - 74 -

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