Kovács Tivadar szerk.: Theatrum — Színháztudományi értesítő 1965

Idegen nyelvű ismertetések

sition erörtete er, wonach die Aussage der Aufführung nicht nur durc'i das geschriebene Wort, durch den Text des Dramas, sondern durch den Geist des vom Regisseur inter­pretierten und auf die Bühne gestellten Stückes bestimmt wird. Es liegt an dem Ensemble des Theaters und an dem Re­gisseur, dass jene Dramen von künstlerisch-schriftstelle­risch hohem Niveau, welche nicht in der sozialistischen Weltanschauung wurzeln, doch der Bewusstseinsumformung der Zuschauer dienen können. Diese Feststellung bezieht sich natürlich in erster Reihe auf realistische Dramen. Doch darf der Begriff des Realismus keinesfalls eng eingeblockt werden. „Wir deuten das Wesen des Realismus auf der Wiese aus, - erklärte Dr.Hont - dass derselbe die Neuschaffung der Gesetzmässigkeiten der Wirklichkeit in der Ordnung der Kunst darstellt." Die Theaterkunst steht der Wirklichkeit und somit auch dem Realismus näher, als irgendeine andere Kunst, - da sie ja die Welt ebenso in drei Dimensionen darstellt, wie dieselbe auch in Wirklichkeit existiert. Andere Künste sind selbstverständlich viel mehr abstra­hiert, aus ihrem Material folgend mehr stilisiert. - Des weiteren sprach Dr.Hont über den komplexen Charakter des Theaters; er stellte fest, dass die in der Theaterwissen­schaft erlangten und zu erlangenden ästhetischen Resultate auch anderen Wissenzweigen behilflich sind. Miklós Almási, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Theaterwissenschaft, hielt einen Vortrag be­titelt Das Sozialistische Drama und die Zelthaftigkeit. Bei dieser Gelegenheit versuchte er eine Antwort auf die Frage zu finden, wie das Stil- und Formideal des sozialis­tischen Dramas sein soll, ob es die konventionellen, klas­sischen ästhetischen Regeln zu verwirklichen hat, wie dies von vielen behauptet wird. Miklós Almási meint , dass diese falsche Vorstellung die Quelle zahl reicher Fehler sei. Auf Grund dieser konservativen Anschauung entstehen Wider­sprüche; so z.B. beim Drama die Betonung des leeren Forma­- 73 -

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