Kerényi Ferenc szerk.: Színháztudományi Szemle 27. (Budapest, 1990)

IDEGEN NYELVŰ ÖSSZEFOGLALÓK

ADRIENNE NAGY: „ABER DIE KUNST LEBT EWIG" (Gergely Csiky s Festprologe) Das Wort prologos stammt aus dem antiken griechischen Theaterspiel und beweist die Kontinuität der Theatergeschichte. In der Entwicklung der ungarischen Thea­terkunst bedeutet „Árpáds Erwachen", das festliche Vorspiel des großen Dichters des Reformzeitalters Mihály Vörösmarty, das Vorbild. Vörösmarty schrieb es anläßlich der Eröffnung des Pester Ungarischen Theaters, d.h. des Nationaltheaters. Nachdem der Kampf um die Nationalsprache und die Theatereröffnung eng mit den bürgerlichen und nationalen Bestrebungen des ungarischen Reformzeitalters verbunden waren, folgten die späteren Stücke, die aus Anlaß von Theatereröffnungen geschrieben worden waren, sowohl in ihren Inhalten als auch in ihren Formen dem Beispiel von Vörösmarty. Gergely Csiky (1842—1891), der Klassiker der ungarischen Dramatik und Theatergeschichte, wurde öfters mit dem Verfassen von Festprologen beauftragt. Bei der Eröffnung des Temesvarer Franz-Joseph-Theaters spiegelte der aus sieben Strophen bestehende Prolog des damals noch in derselben Stadt tätigen Pfarrer­Lehrers natürlich die Gedankenwelt und den Ton des Reformzeitalters wider. Dieselbe Form wählte er auch später als erfolgreicher Bürger-Schriftsteller bei der Eröffnung des Theaters in Szeged. Im letzteren erschien aber auch schon die enge Verbindung zwischen Thalia und dem die Nation symbolisierenden König. Dies blieb die wichtigste Aussage auch der später geschriebenen dramatischen Festpro­loge. Der erste Arader Prolog, JDie Erlösung der Thalia", ist eine dramatische Allegorie, die auf dem zweiten Teil von ,Jirpâds Erwachen" beruht. Der zweite Arader Prolog wurde unter dem Titel „Vergangenheit und Zukunft" veröffentlicht, und neben dem erwähnten ständigen Thema erinnert er an die Leiden der Stadt der Märtyrer. Dieser Prolog stellt auch die wichtigsten Requisiten der damaligen Mode im Schauspiel vor. Der Prolog J)ie Schauspielerin" wurde zum 50. Jubiläum des Nationaltheaters geschrieben. Dieses geistreiche Werk des sozialkritischen Dramatikers ist eine interessante Fortsetzung und Entsprechung Vörösmarty-Prologs. ÁGNES SZILÁGYI: DIE QUELLEN VON FRANZ MOLNÁRS DRAMATURGIE IM SPIEGEL VON ZWEI SEINER POSSENÜBERSETZUNGEN Der Beitrag zeigt Molnár nicht als Dramatiker, sondern als Übersetzer. Molnár übertrug im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts im Auftrag des Lustspieltheaters

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