Kerényi Ferenc: Pécs szabad királyi város német és magyar színjátszásának forrásai a Baranya megyei levéltárban, 1727-1848 (Színháztörténeti könyvtár - Új sorozat 26., Budapest, 1992)

A SZÍNHÁZTÖRTÉNETI FORRÁSOK ÉS LELŐHELYEK ISMERTETÉSE

ihre Arbeit ist nicht gut ausgefallen. Das sind die folgen­de: Philip Zöllner, Friedrich Beer, Theodor Müller und Karl Friese . 1842 öffnete dann das Casino - das sich bis dahin ab­weisend verhielt - die Tore des deutschen Theaters vor den ungarischen Schauspielern. Die deutschen Theatergesellschaften waren nämlich nicht fähig, allein ohne finanzielle Schwierig­keiten mit Erfolg zu wirken. Es lag klar auf der Hand, daß man den größeren Erfolge erzielte und auch ein größeres Publi­kum anziehenden ungarischen Theatergesellschaften die Möglich­keit zum Spielen anbot. Im Theater, sobald auch die ungarischen Komödianten darin auftraten konnten, enstand ein Gleichgewicht, das gleicherweise die ungarische und auch die deutsche Schau­spielkultur begünstigte.. Übrigens verdankt die ungarische Schauspielerei den Boten der deutschen Schauspielkultur, die nach Fünfkirchen verschlagen wurden, viel. Zu dieser Zeit war schon die Wechselwirkung der beiden Ethnien aufeinander vorteilhaft . Die deutsche Schauspielerei hatte noch ein relativ schweres Jahr, jedoch gelang es dem Bürger-Casi no , ab Septem­ber 1843 endlich einen solchen Direktor ans Theater zu en­gagieren, unter dessen Wirken die über große Tradition ver­fügende deutsche Schauspielerei sich in unserer Stadt konso­lidierte und ausgeglichen wurde. Dieser Direktor hieß August Roll, der maximal die günstige Lage ausnutzen konnte. Der deutsche Theaterleiter verbrachte insgesamt 3 Jahre in unserer Stadt. Im April 1846 verließ er, in der Hoffnung, neue Ergeb­nisse zu erreichen, sein erfolgreiches Theater. 1847 blieb die Stadt seit langer Zeitgerade wegen der Unsicherheit einer ungarischen Wanderbühne zuerst ohne Komödianten. Aber im nächsten Jahr spielten ungarische und deutsche Schauspieler abwechselnd neuerlich im Stadttheater . Der Leiter des Deutschen Theaters war Ignaz Csernits, der, weil er gebürtiger Fünfkirchner war, darauffolgend 7 Jahre hindurch an der Spitze stand. LII

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