Kerényi Ferenc: Pécs szabad királyi város német és magyar színjátszásának forrásai a Baranya megyei levéltárban, 1727-1848 (Színháztörténeti könyvtár - Új sorozat 26., Budapest, 1992)

A SZÍNHÁZTÖRTÉNETI FORRÁSOK ÉS LELŐHELYEK ISMERTETÉSE

/sollen/. Dieser Anspruch verstärkte sich im Reformzeitalter, und die deutschen Schauspieler mußten ab 1818 mit den regelmäßigen Gastspielen ihrer ungarischen Zeitgenossen rechnen. Das "Nebeneinandersein" der ungarischen und deutschen Schauspieler entfesselte oft gefährliche Leidenschaften, aber mit der Zeit lernten die Komödianten von beiden Nationen stufenweise einander zu tolerieren und sie beschäftligten sich nun mehr mit den Fragen der Schauspielkunst. So wurde es zu einer Existenzfrage für beide Ethnien, und zwar die Ausgestaltung eines selbständigen Theatersaals. 1817 ließ der deutsche Theaterdirektor Joseph Lippe, nacn dem verunglückten Versuch der Stände des Komitates Branau, das Hauptschiff der Kirche des ehemaligen Paulinerordens zum Tempel der Thalia umbauen Aber die Schaustellung wurde schon vom Diözesanbischof József Király verhindert, der in immer wütender werdenden Kampf sogar die Exkommunikation des Heili­gen Vaters in Aussicht stellte, falls sie nicht mit der als Blasphemie qualifizierten Tätigkeiten aufhören. Es mußten 12 Jahre vergehen, bis sich neuerlich ein Unternehmer vorfand, der bereit gewesen wäre, den Tempel der Thalia an den Süd­grenzen aufzubauen. Peter Traber, hiesiger akademischer Maler war so kühn, um neuerlich ein ehemaliges, kirchliches Gebäude als geeigneten Ort für das Theater auszuwählen. Diesmal fiel die Wahl auf den Westflügel des ehemaligen Domikanerordens . (Heute steht an dieser Stelle das Kammertheater und das Cor so­Kaffeehaus .) Es grenzte an ein Wunder, da3 der Fünfkirchner Diözesan­bischof keinen Einspruch erhob. Es war vorauszusehen, daß seine Vorstellungen und natürlich seine Möglichkeiten jeder sachlichen Grundlage der Rationalität entbehren. Viel geig­neter als er war Johann Balde, Kaufmann aus Istrien, der sich im Herbst 1834 bei den Stadtvätern mit seinen hoffnungsvollen Vorstellungen meldete. Damals spielte der Hauptplatz schon eine größere Rolle, weil er schon das Zentrum des hiesigen wirtschaftlichen Lebens und des Handels war. Der aus der Fremde kommende reiche Kaufmann wollte seine Pläne auch an XLVIII

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