Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 2004. A Kulturális Örökségvédelmi Hivatal tájékoztatója (Budapest, 2004)
MŰHELY - Szabó Tekla: Az őraljaboldogfalvi falfestmények feltárása és korabeli másolataik
Darbringung Christi im Tempel, Vir dolorum, Himmelfahrt Christi, Verklärung Christi, Zwei gekrönte Märtyrerinnen, Einzug Christi in Jerusalem. Die oberste Wandleiste ist kaputt gegangen. Auf der linken Seite des Triumphbogens ist die Verkündigung an Maria, auf der rechten die Geburt Christi zu sehen. Darüber die Stationen der Passion: Kreuztragung, Kreuzigung und Abnahme vom Kreuz. An der Südseite sind Wandleisten verschiedener Größen zu sehen. Am Triumphbogen ist als Fortsetzung der Geburt Christi die Anbetung der Drei Könige zu sehen, darüber Der Tod der Maria. Unter dem linken Fenster ist in einem einzigen, langen Bilderrahmen ein Bischofsheiliger dargestellt. Auf dem Wandabschnitt rechts hiervon wurden verschiedene Szenen des Jüngsten Gerichts gemalt: von links sieht man die Szenen des Himmels (Der Schoß dreier Patriarchen, Ein Engel führt die Seeligen zur Himmelspforte/Thron der Hetiomassia), von rechts die Szenen der Hölle (Ein Engel stößt die Verdammten in die Hölle, Die Qualen der Hölle). Aus der obersten Wandleiste ist nur eine Deesis erhalten, auch die sehr fragmentarisch. In einer dritten Epoche wurden die Fresken der drei geschmückten Bilderrahmen unter der Westempore gemalt: Die heilige Elisabeth badet Leprakranke, Tod des Eremiten hl. Paul von Theben sowie eine dritte unidentifizierte Szene mit einem bärtigen Ritter, der Hermelinmantel trägt und über eine Glorie verfügt, einem Bischof und einer dritten, fragmentarisch erhaltenen Person. In einer vierten Periode entstand der Apostelfries des Chores sowie die beiden Stifterfrauen unter der Westempore. Der Kirche wurde seit Anfang des ungarischen Denkmalschutzes seitens der Wissenschaftler besondere Aufmerksamkeit zu Teil. Die ersten Wandbilder entdeckte Flóris Rómer im Kirchenchor vor 1869. Zur weiteren Erforschung der Fresken schickte das Archäologische Komitee der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (eines der ersten Organisationen des ungarischen Denkmalschutzes) Ferenc Storno nach Őraljaboldogfalva. Das Reisetagebuch sowie die nach diesem gefertigten Federzeichnungen werden im Soproner Storno-Museum aufbewahrt. Das sind vorwiegend architektonische Zeichnungen, aber Storno hat auch die Apostel des Chores, einzelne Details der Heiligen Kreuz-Legende und der Präsentation Maria im Tempel gezeichnet. Am 22. Juli 1870, nach einem großen Sturm, wurde die Dachkonstruktion der Kirche beschädigt, so löste sich an der Nordseite im Kircheninneren die Mörtelschicht, die die Fresken geschützt hat. Da wandte sich der Pfarrer der Kirche um Hilfe an das Archäologische Komitee. Seine Bitte wurde erhört, im Herbst 1872 sandte man Imre Steindl, den Bauleiter der benachbarten Burg Vajdahunyad, nach Őraljaboldogfalva, um den Zustand der Kirche zu beurteilen. Seine Reise dokumentieren die mobilen Akten des sich neu konstituierten institutionellen Denkmalschutzes, des Landeskomitees der Kunstdenkmäler. Sein Bericht hilft viel bei der Forschung der Wandbilder der Kirche. Es ist ganz ungewöhnlich, dass es hier einen Hinweis darauf gibt, dass in dem roten - heute völlig ohne Farbspuren - Bilderrahmen an der Südseite des Kirchenturmes einst ein monumentales Marien-Bild zu sehen war. Betrachten wir, wo sich die von Steindl identifizierten Episoden (Einzug in Jerusalem, Heilige Kreuz-Legende) befinden, ist es