Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 2004. A Kulturális Örökségvédelmi Hivatal tájékoztatója (Budapest, 2004)

MŰHELY - Szabó Tekla: Az őraljaboldogfalvi falfestmények feltárása és korabeli másolataik

leicht zu bemerken, dass die Freilegung der Wandbilder auf der Nordwand durchgeführt wurde, und zwar auf der Seite des Chores. Nach der Zustandsaufnahme von Steindl im Herbst, wurden die Forschungen fortgesetzt. Der Religions- und Bildungsminister billigte bereits im Winter 1973 die Freilegung und Kopierung der Wandbilder der Kirche. Die Kopien fertigte Ottó Sztehlo, ein Mitarbeiter von Imre Steindl. Der unter den mobilen Akten aufbewahrten Korrespondenz zufolge haben sie im Oktober 1873 70 Zeichnungen im Archiv abgege­ben. Diese kann man zum Glück auch heute ansehen. Das Inventar des Landeskomitees der Kunstdenkmäler im Jahre 1905, das sog. Gerecze-Verzeichnis zählt unter dem Stichwort Öralja-Boldogfalva meist die Arbeiten von Ottó Sztehlo auf. Außer den Architektur-Zeichnungen der Kirche sind die nächsten Posten des Verzeichnisses die extrem großen, auf an die Wand fixierten Pauspapier mit Bleistift gezeichneten Kopien der Fresken im Originalmaßstab. Der Dokumentwert der Sztehló-Kopien ist unermessbar. Mit deren Hilfe lassen sich die Wandbilder der Kirche völlig restaurieren, ausgenommen die einst auf den oberen Wandleisten der Nord- und Südseite der Kirche befindlichen Fresken. Wahrscheinlich haben sich diese infolge des Sturms 1870 zum Teil von der Wand gelöst, aber auch die oberste Kalkschicht ist nicht vollständig entfernt. Bei den sich heute nur in Flecken zei­genden Szenen kann man die Bewegungen der Dargestellten, die Falten, Schmuck der Kleidungen und nicht zuletzt die Gesichtszüge klar sehen. Kurz gesagt alles, was zur Bestimmung des Stils und der Ikonografie benötigt wird. 1905 fertigte István Gróh neue Aquarellkopien an. Diese stellen die schönsten und bedeutendsten Szenen des Freskenzyklus in Őraljaboldogfalva dar, den Dokumentwert der Sztehló-Kopien übertreffen sie aber nicht. Ihre Wichtigkeit liegt in ihrer Detailliertheit, und darin, dass sie auch die Farbenwelt der Fresken festhielten. So bekommt man heute ein verhältnismäßig gutes Bild über die Darstellungen Geburt Christi und Apostelfries, die sich heute in schlechterem Zustand befinden. Größte Bedeutung hat die Kopie des fragmentarisch erhaltenen Freskos, das den Tod des Eremiten Hl. Paul zeigt. Mit den Gróh-Kopien endet eine Periode, die sich an die Entdeckung der Kirche und der Kopierung ihrer Wandbilder knüpft. In Kenntnis alldessen kann man feststellen, dass Dokumente von außergewöhnlicher Quantität und Qualität entstanden, mit deren Hilfe sich die heute bis zur Unkenntlichkeit kaputt gegangenen Szenen rekonstruieren lassen. In der besonders reichen Literatur, die sich mit den Wandbildern beschäftigt, fehlen sie völlig oder sind lückenhaft vorhanden. Die Beschreibung der Wandbilder publizierte der rumänische Kunsthistoriker Anca Bratu 1985, dies entstand aber ohne die Kenntnis der Fresken-Kopien, und enthält somit mehrere Ungenauigkeiten.

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