Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 2002/1. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 2002)
MŰHELY - Somorjay Sélysette: Topográfiai Kutatások a Kulturális Örökségvédelmi Hivatalnál
sowie übersichtlicher Register das Denkmalamt seit Jahren berechtigter Kritik seitens der Fachleute und der betroffenen Behörde ausgesetzt ist, und dies trotz dessen, daß dort entsprechend den Möglichkeiten - und in den letzten Jahren in wachsendem Maße - Forschungen laufen. Da aber die Veröffentlichung dieser Forschungsergebnisse in gedruckter Form sicher noch Jahre in Anspruch nehmen wird, hielten wir es für angebracht, das Fachpublikum über unsere Arbeit zu informieren, und dies zur optimalen Ausnutzung der geistigen und finanziellen Kapazität nach Möglichkeit mit den ähnlichen Forschungen in anderen Institutionen zu koordinieren. Der hier veröffentlichte Artikel ist eine etwas erweiterte Version des Vortrages auf der Konferenz. Die Geschichte der topografischen Forschungen reicht in Ungarn in das 19. Jahrhundert zurück. Die Bekanntmachung der Epoche vor dem Krieg erfolgte in einem extra Vortrag, dessen Text die Zeitschrift „Műemlékvédelmi Szemle" später veröffentlichen wird. Nach der Zäsur des Zweiten Weltkrieges begannen die Forschungen fast sofort von Neuem nach den vor 1945 ausgearbeiteten Prinzipien, und in den 1950er, '60er Jahren erschienen die Topografien der Kunstdenkmäler von Buda, der Komitate Nógrád und Pest, in den siebziger Jahren dann die grandiose Aufarbeitung der Kunstdenkmäler des Komitats Heves in drei Bänden. Von da an aber war ein stetiger Rückfall zu beobachten, das Manuskript der Kunstdenkmäler des Komitats SzabolcsSzatmár erschien 1986 mit bedeutender Abkürzung und zehnjährigem DruckereiDurchlauf - als letztes gedrucktes Manifest der gemeinsamen topografischen Tätigkeit der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und der Institution des Denkmalschutzes. In den darauffolgenden etwa 25 Jahren gab es verschiedene Initiativen um die Topografien der Baudenkmäler am Leben zu erhalten, diese ergaben aber eine Reihe von Fiaskos. Diese Periode charakterisierte zusammenfassend die unberechenbare, aber in ihrer Tendenz schrumpfende Finanzierung sowie die Langsamkeit und Erfolgslosigkeit der topografischen Arbeiten anklagende wachsende Kritik. Parallel dazu wuchs der Anspruch nach einem topografischen Programm, das den Überblick des gesamten Denkmalgutes bietet, das am meisten in den Begriffen „Inventar, Werterhalt und kleine Topografie" oder Ähnlichem zum Ausdruck kam, damit darauf hinwies, dass an der Stelle der großen Topografien von der Politik und gleicher Weise der Branche eine andere - vor allem schnellere, effizientere - Form erwartet wird. Das 1997 in Kraft getretene Gesetz zum Schutz der Kunstdenkmäler und das 2001 an seine Stelle getretene Gesetz zur Pflege des Kulturerbes machten das Aufspüren der Denkmäler zur ersten, grundlegenden Aufgabe des Denkmalschutzes und dies brachte eine Wende in der Finanzierung. Die topografische Forschung bekam zuerst 2000 bedeutenden, in den folgenden zwei Jahren wachsenden Budgetrahmen. Im Interesse der möglichst effizientesten Nutzung der Gelder wurde ein topografisches Forschungsprogramm ausgearbeitet, das auf zwei grundlegende Aspekte baut: Zum einen wird die schnellstmögliche Erschliessung des möglichst größten Kreises der Denkmäler zum Ziel gesetzt, andererseits die Herausgabe großer, klassischer Topografien, die sich auf die Quellenforschung des gesamten Denkmalgutes stützen, ihre kunsthistorische Aufarbeitung bedeuten. Wir behaupten nämlich, das die Topografie der Kunstdenkmäler nicht nur ein kunsthistorisches Handbuch ist, sondern