F. Mentényi Klára szerk.: Műemlékvédelmi Szemle 1999/1-2. szám Az Országos Műemléki Felügyelőség tájékoztatója (Budapest, 1999)
MŰHELY - Velledits Lajos: A novai Mária Mennybemenetele plébániatemplom Angyali üdvözletet ábrázoló boltozati mezejének restaurálása
1969-70. Es ist anzunehmen, daß die Restauratoren einfach keinen Unterschied zwischen den Originalfresken und der späteren Ergänzung machen konnten oder wollten. Ihre Meinung ist, es gebe zwar Originalschicht, läßt sich aber nicht freilegen, oder daß sie ihre Ergänzungen auf Vorzeichnungen, die man retten kann, aufbauen muß, vielleicht sollte es die Tatsache des katastrophalen Zustandes verschleiern. Es ist aber auch möglich, daß sie sich all dies glauben ließen. Beim Beginn der jetzigen Restaurierung wurde es sofort eindeutig, daß auf der Oberfläche des Wandbildes mit Originalbemalung nicht zu rechnen ist. Aus den handgroßen Fragmenten aus dem 18. Jahrhundert kann man aber auf Dorffmaisters Technik schlußfolgern. Er begann das Malen in einem bereits verputzten Inneren, die Wände haben sogar schon die Architektur-Maler dekoriert, als der Meister seine Arbeit begann. In anderen Kirchenteilen bemerkt man, daß auf die fertigen Architekturmalereien einige Millimeter Putz aufgebracht und darauf die einzelnen Figuren aufgemalt wurden. Die sondierende Forschung zeigte, daß die Menge der Originaloberflächen im Verhältnis zur ganzen Bildfläche nicht einmal die 5 % erreichte. Es war klar, daß das vor der Restaurierung entstandene - Dorffmaister-Bild vernichtet war. In der Szene der Verkündigung fand man keine einzige spätere, gemalte Ergänzung, die auf Erhaltung wert gewesen sei. So konservierte man nur die Originalfragmente. Dazu, daß der ergänzende Putz dauerhaft werde, daß zur Rekonstruktion ein fester Malgrund zur Verfügung stehe, mußte die Gewölbeoberfläche von jedem fremden Material gereinigt werden. Beim Putz folgten wir der Praxis der Maurer des 18. Jahrhunderts, wir brachten auf feuchte Fläche Feuchtes auf. Die Ausfüllung der Höhlungen des unterschiedlich dicken Putzes wurden mit Hilfe von sog. Keramiknetz gelöst, das in Österreich und Deutschland sehr verbreitet ist. Das Zurückmalen der Figuren und die sie umgebenden kulissenartigen Teile ermöglichte eine Zeichnung im Maßstab 1:1. Die Motive wurden auf Zellophan übertragen, dann das Ganze mit Hilfe eines Quadratnetzes verkleinert. Auf der verkleinerten Zeichnung konnten die Formen der Bauprofile korrigiert werden, was praktisch die Ausbesserung der durch die dreimalige Restaurierung deformierten Teile bedeutete. Die größte Hilfe zur Arbeit leisteten die alten Fotos, aber auch der Geist und die Form der Ornamentik in den anderen Kirchenteilen wurden berücksichtigt. Der Ausbildung der Kassetten im Gesims lagen die architektonischen Anleitungen von Palladio zu Grunde. Bei den verwendeten Farben war unser Grundsatz, daß alle solche Pigmente vermieden werden müssen, die im 18. Jahrhundert noch unbekannt waren. Ihr Bindemittel ist Kalkkasein, das wir selbst aus Quark und Kalk gemischt haben. Mit der Architekturmalerei wurde versucht, der Praxis des Barock, dabei der Dorffmaister-Werkstatt am bestmöglichsten nahe zu kommen. Bei der Wiederherstellung der Bildfläche gingen wir folgendermaßen vor. Innerhalb der Bildfläche wird keinerlei didaktische Unterscheidung verwendet. Die 15 Figuren der ersten Fotoaufnahme kamen restlos auf ihre Plätze zurück, trotz dessen, daß ihre Zahl bei den zwei folgenden Restaurierungen auf elf verringert wurde. Die größte Schwierigkeit bedeutete die Gestaltung der Maria. Hier waren wir eindeutig auf Analogien angewiesen. Als Ausgangspunkt kamen einige frühen Verkündigungen von Dorffmaister in Frage, besonders Altarbilder aus Türje und Kiskomárom, wo sich Maria auf ihren uns