Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)

Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)

Chernél Str. 3.: Kat. Nr. 97.1-4, Abb. 473^74; Munkácsy Mihály Str.: Kat. Nr. 66.1-2, Abb. 481-482). Die erste von der Familie Güssinger aus dem Geschlecht Héder besessenen Burg, die sogenannte Oberburg in Güns wurde auf dem Berg über die Stadt (Oház =„Altburg") vor 1246 errichtet, und aus einem beträchtlichen Turm bestand; es ging 1277 und in der Erbteilung der Güssinger aus dem Jahre 1279 um eine einzige Burg in Güns. 91 Die früheste schriftliche Angabe, die sich auf die zwei Burgen von Güns bezieht, stammt aus 1360; im Jahre 1392 kommen ebenfalls zwei Burgen vor, unter denen von der eine auch das bemerkt wurde, dass diese in der Nachbarschaft der Stadt liegt, es ist die in der nordwestlichen Ecke der Stadt aufgeführte, auch heute stehende Unterburg, wie der aus 1432 bekannte Ausdruck, der Oberburg gegenüberstellend Kewzeg superius et inferius zeigt. 92 Nach dem vollkommenen Verlassen der Altburg, die Unterburg als schon die einzige Burg in Güns gliedert sich in zwei Teile, die Innenburg und die Äußere- (Vor-)burg (Abb. 428-429). Mit dem Bau der Innenburg mit Trapezoidanlage und vier Ecktürmer hätte auf Grund der Funde der archäologischen Ausgrabungen im letzten Drittel des 13. Jahrhundert begonnen werden dürfen, das Ergebnis der sich an den Wiederherstellungen angeschlossenen Forschungen, so die bemalte Inschrift, die der Erbteilung im Jahre 1279 folgend auf Iván Güssinger, den Besitzer von Güns hinweist, datiert den Nordflügel des Palastes zwischen 1279 und 1290. 93 (Abb. 430-431) Das ist das früheste Exemplar der Stadtburg in Ungarn. Das heutige Bild der Burg spiegelt die Zustände, die ungefähr zu Beginn der 1500-er Jahren ausgebildet sind. Bedeutender Teil der an ihrer originellen Stelle freigelegten, beziehungsweise als Fragmenten hervorgekommenen Steinmetzarbeiten stammt aus der Periode vom Ende des 13. Jahrhunderts beziehugsweise aus der Zeit von Matthias Corvinus. Aus der früheren Zeit sind eben wegen ihrer Seltsamkeit wichtig in Ungarn die Fensterrahmen mit Maßwerk (Kat. Nr. 68.9-21; Szerk. Kat. 68/2, 68/3; Abb. 436-442). Die andere bedeutende Gruppe des Steinmaterials bilden die Stücke, die vom Ende des 15. Jahrhunderts, aus der Umgestaltung in der Matthias-Zeit (vermutlich aus 1483) stammen. Aus dieser Zeit sind drei Großsäle den Westflügel entlang, an derer höflichen Seite mehrere, beträchtliche Fenster und eine Tür in situ geblieben. Auf mehrere, weitere Fenster ist aus den Steinfragmenten zu schließen (Kat. Nr. 68.40—45; Szerk. Kat. 68/5; Abb. 451—4-55). Die zwei oder dreiteilige Fenster von spätgotischem Charakter, aber im allgemeinen mit Renaissance-Profdierung und hervorgesprungenen Sturzstützengesimsen angefertigt, wegen ihres originellen Rahmens mit reicher Bemalung noch bedeutender wirkten. Die aus dem Schloss Zsennye hervorgekommenen gotischen Fragmente, Fensterrahmen mit Abkantung (Kat. Nr. 86.3-6, 86.10; Abb. 953-954), ein Gewölbe­schlussstein (Kat. Nr. 86.1; Abb. 951-952) sind vom allgemeinen Charakter, und so ist es nur zu vermuten, dass der mittelalterliche Herrenhof, der die erste Periode des heuti­gen Schlosses bildet, hätte in der ersten Hälfte oder Mitte des 15. Jahrhunderts gebaut werden können. Dieses geschossige, auf beider Etage aus zwei Räumen bestehenden Gebäude war mit einem Turm an der südlichen Seite versehen. Die von Mauern umgebene Burg Sárvár mit ihrer fünfeckigen Anlage und dem Innenhof ist in ihrer heutigen Erscheinung von Renaissancem-Charakter. (Abb. 637-639) Die erste berühmte Erwähnung der Burg ist aus dem Jahre 1288, ihre frühe­sten Bauteile hätten auch zur Zeit, am Ende des 13., eventuell am Anfang des 14.

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