Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)

Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)

Jahrhunderts aufgeführt werden können. Später, während mindestens sechs Haupt­perioden wurde das heutige Burggebäude erbaut, so dass nur in der siebten Periode, im Laufe des 17. Jahrhunderts einen geschlossenen Block bildete. Die mehreren, kleineren, gotischen Öffnungsrahmen-Bruchstücke mit kantiger Form (Kat. Nr. 77.1-7; Abb. 640-642) sind für Zeitbestimmung nicht geeignet. Im Bild des Gebäude­komplexes betont erscheinender Torturm - trotz der abgekanteten und senkrechten Pfosten seiner Sitznischen in der Turmhalle - nicht unbedingt ist für gotisch zu behal­ten, die Form der Sitznischen ist vielmehr für das 16. Jahrhundert charakteristisch. (Abb. 637) Die Mehrheit der in Burg zum Vorschein gekommenen Steinfragmente ist auf das 16. Jahrhundert zu datieren (Kat. Nr. 77.8-23; Abb. 643-652). Das aus bossierten Pfeilern gebaute Tor wurde 1560 angefertigt. (Abb. 639) Die dürre Formenwelt und die Öffnungsrahmen der 1549 angefangenen Periode der Burg Sárvár, die mit dem Namen von Palatin Tamás Nádasdy bekennzeichnet ist, wirkten in wei­terem Kreis überall in Transdanubien, so auf die Burg Sümeg zwischen 1562-1567, auf das im Jahre 1569 errichteten Schloss Egervár vom jüngeren Bruder des Palatins, Kristóf und seiner Frau, Margit Choron (Abb. 61), auf den im Jahre 1562 begonnenen Umbau des Ödenburger Hauses (Fő tér 8., sg. Storno-Haus) von Antal Sárkány, der zu dem inneren Kreis des Palatins gehört. 94 Zu diesem über Wien ins Ungarn gerietenen, spätrenaissancen Stilkreis von oberitalienischer Herkunft gehören die einfachen Renaissance-Gliederung zeigenden Öffnungsrahmen des Schlosses von Jánosháza aus dem 16. Jahrhundert (Kat. Nr. 61.10-32, 61.35-126; Abb. 333-344, 350-369). Eine einfachere Variante des Tores mit Quaderteilung in der Burg Sárvár (Abb. 639) und dessen ebenso reich ausgebildeten Torrahmen in der Burg von Landsee [ung. Lánzsér; Burgenland]; Abb. 62) vom charakteristisch spätrenaissancen Stil geprägt ist der Torrahmen (Kat. Nr. 53.1-5; Szerk. Kat. 53/1; Abb. 665-667), der aus Sitke-Föld­várpuszta nach Celldömölk geriet. Aus einem mittelalterlichen Herrenhof wurde die einstöckige, von Mauern eines Festungsystems umgebenes Schloss mit Turm in Jánosháza umgebaut. (Abb. 320-323) Bereits der Herrenhof gliederte sich auf drei Geschosse. Über dem Keller auf dem Erdgeschoss aus einem mittleren Gang öffnete sich an der einen Seite ein großer Saal, an der anderen zwei Räumen. Im ersten Stock befand sich an den beiden Seiten des Ganges ein einziger großer Raum. Die erste Erwähnung des Herrenhofes stammt aus dem Jahre 1510. Die erste Gruppe der Steinmetzarbeiten bilden vier spätgotische Rahmensteine (Kat. Nr. 61.1—4; Abb. 325-326), die überwiegende Mehrheit des Materials bilden die aus dem 16. Jahrhundert stammenden, Renaissance-Stücke. Deren Behauung kam damals an der Reihe, als im 16. Jahrhundert, zur Zeit des Besitzes von der Familie Choron bedeutende Erweiterungsarbeiten am Gebäude durchgeführt wur­den. Von 1558 an erwähnte der Besitzer János Choron, in seinem auf das Jahr 1558 datierten Testament Jánosháza als „fortalitium", er schrieb auch das nieder, dass er es voll umgebaut habe. Der Herrenhof wurde auf jedem Geschoss je um zwei Räume erweitert, und mit der Verwendung von den Mauern der früheren Vorhalle wurde ein neuen Turm aufgeführt. In Bozsok ließ die Dorfbesitzerfamilie Sibrik am Ende des 16. Jahrhunderts für heute größtenteils vernichtetes Schloss vom spätrenaissancen Stil erbauen, das „Unterschloss", das in der Fachliteratur als Batthyány-Schloss bekannt ist, bereits nur aus dem Grund, damit vom anderen Bozsoker Schloss, vom „Oberschloss"

Next

/
Oldalképek
Tartalom