Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)
Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)
des Besitzes der Familie, vor 1441 geschah. Diesem folgend entstand das Sanktuarium, dessen Details auch eine Datierung auf die andere Hälfte des Jahrhunderts erlauben. Die zum Glück auch heute stehende, wegen ihrer reichen Einrichtung recht beträchtliche Kirche kommt infolge eines Befundes im Jahre 1982 im Katalog des Lapidarium Hungaricum vor: aus einer Mauer des in der Nähe stehenden Hauses traten zu der ersten Bauphase der Kirche gehörenen Stücke zu Tage. Diese Details des einstigen Südportals der Kirche mit spitzbogigem Abschluss können auf das Ende des 14. und auf den Anfang des 15. Jahrhunderts datiert werden, und lassen sich mit dem heute auch an seiner originellen Stelle stehenden Westtor in enge Verwandtschaft gebracht werden (Kat. Nr. 62.1-7; Szerk. Kat. 62/1; Abb. 393-396). Ein zehneckiges Taufbecken aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts mit einer Agnus DeiDarstellung verziert (Kat. Nr. 62.8-14; Szerk. Kat. 62/2; Abb. 397-402), beziehungsweise verschiedene Brüstung- und Treppenstücke aus Terrakotta einer Empore vom Ende des 15. Jahrhunderts (Kat. Nr. 62.15-23; Szerk. Kat. 62/3; Abb. 403-411 ) kamen auch zum Vorschein. Unter den Steinmetzarbeiten aus Komitat Vas ist ein weiteres Taufbecken bekannt, das die Darstellung vermeinende, aber genauso zehneckige Taufbecken von Szentpéterfa (Kat. Nr. 80.1 ; Abb. 765-766). Die aus gebranntem Tor angefertigte Empore der Hl-Jakob-Kirche in Güns wurde in der letzten Phase der mittelalterlichen Baugeschichte des Gebäudes gebaut. Auf Grund der ähnlichen Stoffbenutzung lässt sich auch ein Schlussstein mit Wappen zu dieser Gruppe angeschlossen werden (Kat. Nr. 62.24; Abb. 415416), der ein fragmentarisch übriggebliebenes Denkmal für eine, auf einem größeren Gebiet geltende Stoffverwendung und Bautechnik ist. Aus dem in der Nähe liegenden Stadtschlaining kam fast intakt eine Emporenbrüstung aus Terrakotta zum Vorschein, die mit der aus Güns in enger Verwandtschaft steht. (Abb. 45) Jedoch im Gegenteil zu Güns, wo alle anderen Baudetails der Kirche aus Stein gefertigt wurden, sind in der Kirche des Paulanerklosters, in der heutigen Pfarrkirche zu Stadtschlaining die Gewölberippen, Kragsteine, Masswerke aus gebranntem Ton. Im Laufe der dortigen Forschungen auf dem Gebiet der Kirche und des Ordenshauses ist mit der Hilfe der zusammengesammelten Bruchsteine von großer Anzahl (Kat. Nr. App.2. 1; Abb. 964-965) möglich geworden, die Tätigkeit vom weiteren Kreis einer mit Terrakotta arbeitenden Werkstatt 80 kennen zu lernen. Das Kloster wurde gegen 1460 von Andreas Baumkircher gestiftet, dessen Wappen auch heute noch an mehreren Stellen im Gebäudekomplex sichtbar sind (Abb. 45-48). Seine am Eingang der Burg zu Stadtschlaining angelegte, lebensgroße idealisierte Porträtdarstellung (Abb. 49) - nach der Inschrift aus dem Jahre 1450 stammende, Bautafel -, die an Grabmäler, die den Aristokraten der Zeit gesetzt wurden, erinnern lässt, ist auch aus gebranntem Ton angefertigt. 81 In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts an beiden Seiten der ungarischsteierischen Grenze verwendeten die dem Baumkircher ähnliche, teils neuaufstrebende, teils schon seit langem hochadlige Gutsbesitzerfamilien - die miteinander oft in Verwandtschaft traten - sonst nur einfach in der Besitznachbarschaft lebende Ellerbachs, Grafeneggs, Pottendorfs, und die Familien von Szentgyörgy, Bazin, Szécs und Kanizsa zu ihren Bauarbeiten anstatt aus Stein behauenen Bauelementen lieber aus gebranntem Ton anfertigten. Zu diesem Kreis gehören zwei Rippen, ein Schlussstein und ein Gesimsstück, die aus der r.-k. Kirche zu Hannersdorf (Abb. 958-960) ins