Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)

Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)

Ungarische Nationalmuseum gelangten (Kat. Nr. App. 1.1-4; Abb. 961-963), beziehungsweise die auch heute an ihrer originalen Stelle anwesenden Öffnungsrah­men, spätgotische Netz- und Stirngewölben in den mehreren Kirchen am Eberauer Herrschaftsgut der Familie Ellerbach (Eberau [ung. Monyorókerék; Burgenland], Pfarrkirche: Abb. 50; Unterbildein [ung. Alsó-Beled; Burgenland], r.-k. Kirche: Abb. 51; Gass [ung. Pinkakertes; Burgenland], r.-k. Kirche: Abb. 52; Szentpéterfa, r.-k. Kirche: Abb. 751-764). 82 Die Knotenpunkte der Gewölben verzieren die Wappen der Bauauftraggeber und der mit ihnen verwandten Familien, so in Eberau die Wappen der Familien von Ellerbach, Szécs, Losonc, Hédervár und das Bánffy-Wappen. Die gleich­en Wappen erscheinen an den je zwei Wappenschildern auf zwei Slusssteinen, die zu der einstigen Gewölbe der Burgkapelle zu Eberau gehören. 83 (Abb. 53) Dem Wappen der Familie von Hédervár folgten die der Familie von Szentgyörgy auf dem Gewölbe der Kirche zu Szentpéterfa. (Abb. 754-758) Die Ziegelelemente sind in der Mariasdorfer [ung. Máriafalva; Burgenland] Kirche der Pottendorfers auch zu finden, wo sich das übrigens aus Stein behauenen mit Wappen verzierten Tympanon des Westportals gut der typisch-heraldischen Representation dieses Hochadelkreises anpasst. (Abb. 54) Sowohl die Verwendung der gebrannten Ziegelelementen, als auch auf diesen Elementen auffallende Wappenzierde war ein charakteristisches Merkmal für die Bauarbeiten der Familie Egervár in Komitaten Zala und Vas. Das Egervárer Franzis­kanerkloster, beziehungsweise die Kapelle in Fancsika wurden im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts gebaut, 84 drei an der Westfassade der Kirche angelegten Wappen­schilder (Abb. 58), und auch drei in dem nah liegenden Fancsika gefundene Wappen (Abb. 59) deuten auf die verwandtschaftlichen, beziehungsweise die ämtlichen Beziehungen der Familie von Egervár hin. Die in den Turm der Hl-Katerina-Kirche sekundär eingebauten Terrakotta-Elemente werden durch ein auf einem Schlussstein auffallendes Wappen der Familie von Egervár an diesen Kreis angeknüpft. (Kat. Nr. 55.1-4; Abb. 185-192) Stadtschlaining, Eberau, Egervár sind Werke keiner einziger Wanderwerkstatt, es könnte viel mehr von einer Werkstattpraxis weiterem Kreis, allgemeiner - wahrschein­lich über Steiermark mit den neuen Gewölbesystemen gleichzeitig angekommener Mode, die Tätigkeit von mehreren gleichzeitig arbeiteten Meistern, oder Werkstätten die Rede sein. 85 Ähnliche Ziegelelemente fallen in viel fernerem Ungarisch-Altenburg [ung. Mosonmagyaróvár], an den durch die Familie von Szentgyörgy aufgeführten Teilen der Burg in Altenburg [ung. Óvár], und an mehreren anderen Stellen auf dem Gebiet des Komitats Vas. So in Nagyrákos, wo die Kirche aus einer halbkreisförmigen Apsis, gedehntem rechteckigen Schiff, und vor die Westfassade hervorgesprungenem Turm besteht, mit gotischen Fenstern, die mit den Ziegelmauem gleichzeitig sind, und mit den teils in situ anwesenden, teils sekundär als Maurerstein verwendeten, aus gebranntem Ton angefertigten Fensterrahmenstücken (Kat. Nr. 88.2-3; Abb. 573) gebaut ist. Trotz aller Archaismen des Gebäudes stammt es nicht früher als aus dem 15. Jahrhundert. (Abb. 570-571) Ein Formziegel-Rippenbruchstück kam aus in der Nähe von Csepreg freigelegter Kirche des vernichteten Dorfes von Szentkirály hervor (Kat. Nr. 38.1; Abb. 199-200). In der Hl-Kreuz-Kirche zu Táplánszentkereszt wurde ein Bruchstück aus einem aus gebrannten Torelementen bestehendes Fenster ausgemauert. In Szőce wurden das später abgebrochene Wölbung des im 15. Jahrhundert erweiterten

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