Horler Miklós szerk.: Vas megye műemlékeinek töredékei 2. Magyarszecsőd - Zsennye (Magyarország építészeti töredékeinek gyűjteménye 6. Budapest, 2002)
Függelék - Baufragmente der Kunstdenkmäler vom Komitat Vas (Pál Lővei)
14.-15. Jahrhundert zur Verfügung stehen: ähnlich zu ihnen dienten die Grabsteine in der Mittelachse der Chöre der Kirchen, die unter der Patronenschaft vom Hochadel standen, zum Zeichen der vor den Altaren angesetzten Graben, vom Palatin Stephan Lackfi von Csáktornya (t 1397) in Keszthely, und von dem Mundschenk, Ladislaus Kompolt von Nana (11428) in Kisnána, beziehungsweise die Grabplatte in Turnicsa (Turnisce, Slowenien) von der Familie Bánfi von Alsólendva. Die Wappendekoration der Grabsteine aus Sankt Gotthard entspricht auch der Bestattungsrepräsentation des Adels der Anjou- und Sigismund-Zeit. 78 Das Komitat Vas gehört übriegens nicht zu den Gebieten des Landes, die an mittelalterlichen Grabmäler reich sind. Eine große, grob bearbeitete Steinmetzarbeit ist die relativ frühe Grabplatte mit Kreuz aus dem 13. Jahrhundert in der r.-k. Kirche zu Egyházashollós (Kat. Nr. 57.1; Abb. 220) zu finden. Wahrscheinlich wurde der fragmentarisch übriggebliebene, mit gotischem Kreuz verzierten Grabstein in der r.-k. Kirche zu Rábatöttös zum Andenken eines, im Jahre 1370 verstorbenen Mitglieders der Patronatsfamilie von Egervár gesetzt (Kat. Nr. 58.4; Abb. 628-629) und seinesgleichen gehört zu der Grabsteinrepräsentation der Schichten der Adelsgesellschaft unter der Aristokratie die Grabplatte mit Wappendarstellung des Sohnes von Lorenz von Nádasd, Johannes (t 1380) in Sankt Gotthard (Kat. Nr. 79.161; Abb. 738). Aus dem Mittelalter erhielt sich nur wenig Abtsgrabmal in Ungarn, 79 ein von diesen Grabplatten ist die des Abts von Sankt Gotthard, Georg Darabos von Nádas (Kat. Nr. 79.164; Abb. 743). Der Grabstein hätte in den 60-er Jahren des 15. Jahrhunderts, noch im Leben des Mönches, in seinem Auftrag angefertigt werden dürfen - sein Stoff aus rotem Marmor und sein figürliche Darstellung verraten mehr von anspruchsvoller Besorgung des Auftraggebers wie sein schematischer Stil. In Steinamanger sind die Franziskaner 1360 erschienen, ihr Kloster wurde ausserhalb der Stadtmauer errichtet. Die reich gestaltete Zierde der Kirche ist eine Doppelsitznische im gedehnten Sanktuarium von polygonalen Abschluss mit Rippenkreuzgewölbe, und auch die Rahmensteinen des gotischen Fensters bestanden noch an ihren originellen Stellen in der südlichen Schiffwand. (Abb. 807-811) Der einzige bewertbare Steinmetzarbeitfund ist ein Gesimsbruchstück vom Renaissancen-Profil (Kat. Nr. 41.1; Abb. 813-814). Die dem Hl-Jakob geweihte, gotische Pfarrkirche der königlichen Stadt Güns ist der bedeutendste Sakralbau im Komitat aus dem späten Mittelalter. (Abb. 376-392) An der Stelle früherer Bauten wurde sie im 15. Jahrhundert gebaut, die Geschichtsschreiber der Stadt und der Kirche schreiben ihre Errichtung zwischen 1403-1407 dem Palatin, Nicolaus von Gara (II.) zu. Es handelt sich jedoch um gar keinen einheitlichen Baugang, über die Regelwidrigkeiten zeigen sich bestimmte Stilunterschiede an dem Gebäude, an den Ornamenten der verschiedenen Baudetails. Zuerst wurden die Umfassungsmauern aufgeführt, dieser folgte das Gewölbe, die Ausgestaltung des Sanktuariums kam wahrscheinlich noch später, nur in der letzten Phase der Bauarbeiten an der Reihe. Die Kapitellen des Nordschiffes knüpfen sich an solchem in Siebenbürgen und auch in Oberungarn verbreiteten Stil an, welcher auf Wirkung der Wiener Stephanskirche gegen 1370, und auch süddeutsche Wirkungen widerspiegelten Stil hinweist, auch das zu gestatten, dass das Bauen vor dem Anfang des Besitzes der Familie Gara, vor 1392 begann. Im Schiff, auf dem Schlussstein des Gewölbejoches vor dem Sanktuarium sichtbares Gara-Wappen zeigt, dass die Wölbung vor dem Ende