Pamer Nóra szerk.: Gerő László nyolcvanötödik születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 6. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1994)
Kubinyi András: Egy üzletelő és diplomata várúr Mohács előtt: Ákosházi Sárkány Ambrus
Ambrus Sárkány von Ákosháza Diplomat. Geschäftsmann und Burgherr von 1526 András Kubinyi Ambrus Sárkány de Ákosháza entstammte einer Adelsfamilie mit mittelgroßem Besitz im Komitat Zala. Sowohl sein Großvater László, wie auch sein Vater Bertalan gehörten in ihren jungen Jahren zu den königlichen Hofjunkern, über seine Jugend ist uns aber nichts bekannt; die erste Angabe stammt aus 1500, als er 30-35 Jahre alt gewesen sein dürfte. Seine Frau stammte aus einer Klausenburger Bürgerfamilie, sein Schwiegervater, Lorenz Salczer von Klausenburg, wurde Bürger der Stadt Trentschin, die der Magnatenfamilie Szapolyai gehörte. Zunächst Eintreiber des Dreißigstzolles in Trentschin, wurde Salczer Gefolgsmann der Szapolyais, Hauptmann der Burg Bajmóc und mehr als zwei Jahrzehnte lang Vizegespan des Komitats Trentschin. Damals war er sclion ein adeliger Grundbesitzer und wurde Zábláti oder Salczer de Zablát genannt, da er inzwischen die Herrschaft Zablát gekauft hatte. Dennoch blieb er auch weiterhin geshäftlicli aktiv. Sein anderer Schwiegersohn war der Tyrnauer geadelte Bürger Paul Holy von Hradna, ein Geschäftsmann, der lange Zeit die westungarischen Dreißigstämter pachtete. Sárkány war seit 1501 Geschäftsteilhaber seines Schwagers, leitete mit diesem, später mit anderen bis Mitte der 1520er Jahre die Dreißigstämter von Preßburg und Ödenburg, und kontrollierte somit den ungarischen Westhandel. Der adelige Geschäftsmann trieb auch Vieh- und Weinhandel und war 1501-1510 zudem Obergespan des Komitats Preßburg. Dieses Amt gehörte eigentlich zu den Hofwürden, die Amtsinhaber zählten zum Hochadel und führten den Titel „hochwohlgeborener Herr". 1504-1508 ist er zusammen mit seinem Schwager Holy als Obergespan nachweisbar; dennoch wurde er erst 1505 „magnificus" genannt, sein Schwager aber niemals, vermutlich deshalb, weil die beiden Schwäger nur Pfandinhaber der Burg und Gespanschaft Preßburg waren. Es zeigt den wachsenden Einfluß Sárkánys, daß er trotzdem nach wenigen Jahren als „hochwohlgeborener Herr" geehrt wurde. Bemerkenswert ist das schon deshalb, weil er nie mit den Gütern anderer Magnaten vergleichbare Besitzungen hatte. Zuerst nahm er Burg und Herrschaft Hegyesd (Komitat Zala) in Piand und kaufte sie später. Laut Urkunde soll die Burg eine unbewohnbare Ruine gewesen sein, doch wäre das recht unwahrscheinlich. Eine Zeit lang war er auch Pfändinhaber der Burg und Herrschaft Eberhard im Komitat Preßburg; die Burg schien sogar seine Residenz zu sein. 1510-1516 besaß er die Burg und Herrschaft Onod im Komitat Borsod, bis er sie verkaufte. Gleichzeitig war auch die Burg Atya in Südungarn in seinen Händen, auch sie wurde recht bald verkauft. Schließlich kaufte er sich 1515 die Burg Lednica im Komitat Trentschin, die er, ebenso wie die Herrschaft von Hegyes, bis zu seinem Tod besaß. In Burg Lednica hütete er seine Schätze, seine eigentliche Residenz war jedoch der Herrenhof Erd unweit der Hauptstadt. Seit 1510 gehörte Sárkány zu den Edelleuten, die sehr oft als Diplomaten verwendet wurden. Besonders häufig führte er Gesandtschaften zum Kaiser, war mindenstens zweimal in gleicher Eigenschaft auch in Polen, unterhielt selrr gute Bezielrungen zu den kaiserlichen Gesandten in Ungarn, aber auch zu der Regie-