Pamer Nóra szerk.: Gerő László nyolcvanötödik születésnapjára (Művészettörténet - műemlékvédelem 6. Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1994)

Kubinyi András: Egy üzletelő és diplomata várúr Mohács előtt: Ákosházi Sárkány Ambrus

rung in Wien, die er oft mit Nachrichten versorgte. Dennoch hatte er minden­stens bis 1524 sehr enge Kontakte zu den Szapolyais, die eigentlich antihabsbur­gisch eingestellt waren. Sein Schwiegervater und seine Schwäger standen im Dienst dieses mächtigen Adelsgeschlechtes, sogar er selbst nannte den Woiwoden Johann Szapolyai in seinem 1522 verfaßten Testament „meinen gnädigen Herren ". Im Jahre 1513 war er kurzfristig Kommandant der Grenzfestung Belgrad und konnte sich siegreich gegen die Türken behaupten. Vor der Schlacht bei Mohács wurde er zum Befehlshaber von 2000 Fußknechten ernannt, die ihren Sold vom Papst erhielten. König Ludwig II. ernannte ihn 1524 zum Landesrichter; dadurch wurde er, nach dem Palatin, der zweitranghöchste Würdenträger des Landes. In der ersten Hälfte 1525 soll Sárkány zusammen mit Erzbischof und Großkanzler Szálkai und dem Bischof und früheren Schatzmeister Várdai Ungarn in der Form eines Tri­umvirats regiert haben. Beide Prälaten waren früher — bevor sie in den Priester­stand eintraten - seine Geschäftspartner. Im Juli 1525 erhob im Langtag zu Hatvan der Adel schwere Vorwürfe gegen Sárkány, besonders seine Handelstätig­keit und seine Dreißigstpacht wurden beanstandet. Er wurde seines Amtes enth­oben und mußte fliehen. Selbst im darauffolgenden Frühjahr, als der vom Adel gewählte Palatin abgesetzt wurde, konnte er seine Würde nicht zurückerhalten. Schließlich ist er in der Schlacht bei Mohács (1526) gefallen. Särkänys Laufbahn war in der Tat ganz außergewöhnlich. Durch Handel und Geldgeschäfte bereichert, verwendete er seinen Reichtum nur sehr begrenzt für Grundstückkäufe. Zu einer Zeit, da in Ungarn die Macht vor allem auf Grundbe­sitz beruhte, ist sein Aufstieg zum Landesrichter als ein kaum erklärbarer Aus­nahmefäll anzusehen.

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