Koppány Tibor: A Balaton környékének műemlékei (Művészettörténet - műemlékvédelem 3 Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1993)
Német nyelvű összefoglaló
Heer vernichtete die mittleren Teile des Landes. Im Jahre 1527 wählte das von inneren Gegensätzen zerrissene Adel gleichzeitig zwei Könige. Zwischen dem steinreichen János Szapolyai, der von dem mittleren Adel unterstützt wurde, und Ferdinand I. aus dem Hause Habsburg der die Unterstützung eines anderen Teils der Aristokratie genoß, ging der Krieg los. Einziger Nutznießer dieser Feindschaft waren die osmanischen Eroberer. Nach dem Tode von König János Szapolyai im Jahre 1541 belagerten die Türken die Hauptstadt und zugleich mehr als die Hälfte des Landes. Um 1550 herum erreichte die nördliche Grenze des Osmanischen Reiches den Plattensee. Die mittelalterlichen Burgen rund um den See herum wurden befestigt und mit Besatzung versehen. Die größeren Klöster und Kirchen wurden zu Burgen umgebaut, und die aus irgendeinem Grund nicht umgebaut werder konnten, wurden einfach gesprengt. So wurden ausder Bischofsburg von Veszprém und den Privatburgen von Csobánc und Szigliget, aus den Klöstern von Keszthely, Somogyvár, Tihany und Zalavár, der Kirche in Fonyód gegen die Türken gerichtete Burgen, und so wurden die Klöster von Nagyvázsony und Tálod und anderer Ortschaften und viele Dorfkirchen in die Luft gesprengt. Die türkische Eroberung konnte erst dann gestoppt werden, als die Habsburger im restlichen Teil des Landes die Verteidigung zu organisieren begannen, und von Kroatien bis zu den östlichen Grenzen hin jene Burgkette ausbauten, die die osmanischen Angriffe in den folgenden anderthalb Jahrhunderten aufhalten konnte. Der Hofkriegsrat, diese in Wien aufgestellte oberste Militärkommandantur, ließ Ingenieure, Architekten, Maurer und Steinmetzarbeiter anwerben, die in Ungarn die damals in Europa modernsten Burgbaumethoden einführten. In den Jahren 1569-1570 vermaß der Architekt namens Giulio Turco die Burgen in der Balaton-Gegend. Seine Zeichnungen sind erhalten geblieben, und aus diesen stellt es sich heraus, daß den restlichen Teil des Landes in diesem Gebiet veraltete und schwache mittelalterliche Burgen beschützten, auch wenn viele über für die Renaissance typische Elemente der Burgbefestigung verfügten. Von den Burgen rund um den Balaton herum ist der Umbau der Burg von Sümeg am bekanntesten. Er wurde zwischen 1554 und 1569 von András Kövessy, dem Bischof von Veszprém durchgeführt, der aus seiner Burg wegen ihrer militärischen Verwendung verdrängt wurde. Vor die mittelalterlichen Mauern wurden mehrstöckige Mörserbastionen errichtet, die Innengebäude wurden mit aus Stein gemeißelten Tür- und Fensterrahmen im Renaissancestil umgebaut. Mörserbastionen wurden auch anderswo errichtet, so in Veszprém, Tihany und Zalavár, aber fast überall nur aus Holz und Lehm. Diese zumeist Plankburgen leisteten über 150 Jahre hinaus den sich ständig wiederholenden osmanischen Eroberungsabsichten Widerstand. Die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts stand im Zeichen des Friedens mit den Türken, sie verging ohne größere Feldzüge, aber von ständigen Grenzkonflikten begleitet. Inzwischen begann in den von den Burgen beschützten Gebieten der Wiederaufbau. Die bis zu dieser Zeit fast vollkommen auf den protestantischen Glauben übergangene Bevölkerung behoben an den erhalten gebliebenen Kirchen die Schäden. Die katholische Kirche wurde wiedereingegführt. Ihre erste Tätigkeit war die teilweise Restaurierung des Bischofsdomes in der Burg von Veszprém im Jahre 1630. Gleichzeitig wurden auch anderswo die Burgen weitergebaut. Innerhalb der Burgmauern von Sümeg und Szigliget erschienen an den Wohngebäuden die ersten barocken architektonischen Details.