Koppány Tibor: A Balaton környékének műemlékei (Művészettörténet - műemlékvédelem 3 Országos Műemlékvédelmi Hivatal, 1993)

Német nyelvű összefoglaló

Das erste bedeutende Denkmal des Barocks ist die Franziskanerkirche und das Kloster in Sümeg, die in den 1650er Jahren Bischof György Széchényi erbauen ließ. Er ließ auch die Burg mit barocken Details erweitern, und gab in Auftrag unter der Burg ein Schloß zu errichten. Er ließ sogar die ganze Stadt mit Mauern und Mauertürmen umgeben. Erneut schwere Verwüstungen kennzeichneten die letzten Jahrzehnte des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Im Jahre 1664 verwüstete das Richtung Österreich ziehende türkische­Heer das Land, und 1683 die gegen Wien ziehende Armee des Sultans. Die Bevölkerung floh vor der schweren Niederlage der Türken und den wiederholten Verwüstungen der Befreiungskriege. Für das Jahr 1690 lagen weite Gebiete um den Balaton herum öde und verlassen. Nach dem Vertreiben der Türken etablierten sich die Habsburger im Land, deren Unterdrückung den Verfall nur beschleunigte. Die zunehmende Ausbeu­tung des Landes führte im Jahre 1703 zum Ausbruch des vom siebenbürgischen Fürsten Ferenc Rákóczi II. geführten Freiheitskampfes. Diesem seit Jahrzehnten andauernden Kriegszustand setzte der Friede vom Jahre 1711 ein Ende. Das Land bot ein äußerst düsteres Bild. Verödete Dörfer, mit Gesträuch bewachsenes verwildetes Akkerland und Weingärten wo man nur hinsah, auf den Bergen standen nun mehr die Ruinen der gesprengten und niedergebrannten Burgen. Die Verwaltung wurde erst um 1720 herum neu organisiert, die langsame Ansiedlung und der Neubeginn des Lebens nahm erst jetzt den Anfang. In den Großstädten Veszprém, Keszthely, Sümeg Nagyvázsony, Tapolca begann der Wiederaufbau. Auch die ersten Kirchen wurden nach 1720 auf Kosten des Bistums von Veszprém aufgebaut. In den Dörfern errichtete man die Kirchen anfangs nur aus Holz. Zwischen 1723 und 1725 wurde der Bischofsdom von Veszprém im Barockstil wieder­aufgebaut, und gleichzeitig auch die Abteikirche von Tihany. Die erste Dorfkirche war die von Kéthely im Komi tat Somogy aus dem Jahre 1732. Die regere Bautätigkeit entfaltete sich aber erst nach 1730, als sich die Siedlungen wieder bevölkerten, und auch die Landwirtschaft durch den Weinbau einen neuen Auf­schwung erlebte. Von dieser Zeit zeugen die Dorfkirchen von Barnag Marcali, Siófok Szólósgyörök, das Franziskanerkloster in Veszprém. In Sümeg wurde die Franziskaner­kirche und das Kloster mit barocker Innenausstattung erweitert. Hinter dieser Bautätig­keit stand der Bischof von Veszprém, Ádám Acsády (1725-1744), der die katholischen Kirche in der Balaton-Gegend reorganisierte. Wir kennen viele von den barocken Künstlern und Meistern, die an dem Wiederauf­bau teilnahmen. Der Karmeliter Martin Wittwer war zum Beispiel der Bauherr des Bi­schofsdomes von Veszprém, des Benediktinerklosters von Tihany, und der Gebäude der Franziskaner in Sümeg. Die leider zugrunde gegangene reiche Innenausmalung des Domes stammt vom Wiener Antonio Galli Bibiena, die Wandmalereien in der Kirche von Tihany sind von Ambrogio Dornetti. Die üppigen Holzschnitzarbeiten in der Kirche von Tihany stammen vom Benediktinermönch Sebastian Stuhlhof, und die in der Kirche von Sümeg vom Karmelitermönch Franz Richter. Wie auch die Namen zeigen, kamen die Meister des 18. Jahrhunderts im allgemeinen aus österreichischen, tschechi­schen und mährischen Gebieten, in erster Linie aber aus Wien. Das erklärt sich aus der Tatsache, daß es nach den Verwüstungen der 150 Jahre lang andauernden Kriege weder in der Umgebung des Balatons, noch im ganzen Land ein baukundiger Mensch zu finden war.

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