Varak és kastélyok (A 25. Egri Nyári Egyetem előadásai 1995 Eger, 1995)

Előadások: - Franz Bunzi: Burgenlandi várak

taurierauffsassung folgend weitgehende Rekonstruktionen und Auswechslungen vorgenommen, mit welchen auch heute noch der Besucher in der Burg konfrontiert wird. Die Schwerpunkte der Maßnahmen liegen vorallem im Wiedereaufbau des bereits eingestürzten Palas und des Fortur­mes zwischen dem unteren und mittleren Hof. Das Interesse des Eigentümers an den Restaurierungsarbeiten erlischt jedoch mit der Verle­gung des Sommersitzes von Lockenhaus nach Esdterhaza, obwohl Möller in seinem Abschlußbericht an das Landeskomitee vermerkt, daß der Donjon und der Ostturm (Kapellen­turm), Bauteüe aus dem 13. Jahrhundert, noch zu restaurieren wären. Damit trat abermals eine Zeit des Verfalls ein, welcher 1957 durch Dachdeckungsarbeiten sowie einen vorrübergehenden Museumsbetrieb in der Vorburg verzögert wird. Ein Neubeginn der Restauriertätigkeiten wird 1968 gesetzt, als die Burg vom Ehepaar Prof. Anton und Margarethe Keller erworben wird un auch Räume wieder benutzbar gemacht werden. Eine Treppe mit Säulen aus einem Grazer Abb­ruchhaus, als nicht unproblematische Lösung, ermöglicht die Erschließung der Burg. Durch diese Maßnahmen tritt aber auch die Burg wieder in den Vordergrund der Kulturzene und wird zum Bestandteil des burgenländischen Touristenprogrammes; man versucht die Vorburg zu einer Frühstückspension zu adfaptieren, jedoch der unerwartete Tod des Eigentümers führt zu einer Einstellung der Restaurierungen, die erst nach Einbringung der Burg als Stiftung zu einer der tiefgreifendsten Veränderungen von Burg Lokkenhaus führt. Burg Lockenhaus soll nun kulturelles Zentrum des mittleren Burgenlandes werden, wobei museale Widmung, kulturelle Veranstaltungen und gastronomische Einrichtungen das Unter­nehmen auf eine wirtschaftliche Basis stellen sollen. Uber mehrere Jahre erstreckt sich der Aus­bau der Räumlichkeiten, wobei vorerst die Sanierung des Palas angestreb t wird, um hier die Ab­haltung des inzwischen international bekannten Lockenhauser Kammermusikfestes zu ermöglichen. In dem über zwei Geschosse reichenden Südteil der Wöhnburg wird der Konzert­saal eingerichtet, der an seiner Schmalseite je eine eingehßangte Galerie erhält, um die Anzahl der Sitzplätze zu erhöhen. In der Folge werden Fenster und Geschoßdecken eingebaut, Sanitär­einheiten instaliert und Garderoben und Künstlerzimnmer geschaffen, dies alles unter weit­gehender Ausnützung des historischen Bestandes; neben der Restaurierung zur Aufnahme von Schauobjekten bestimmter Räume, wird auch der gotische Rittersaal für den gastronomischen Bereich adaptiert, erhält einen Steinboden und entsprechende beleuchtung sowie Temperiermög­lichkeiten; aber auch die mittelalterliche Kapelle wird umfassend saniert. Der wirtschaftliche Erfolg führt zu einer immer stärkeren Vermarktung, welche auch mit immer weitgehenderen Ausbauten und Umbauten verbunden ist. Argumentationen der Wirtschaftlichkeit im Sinne der Erhaltung der Anlage stehen im Vordergrund, sodaß der denkmalpflegerische Anspruch in den Hintergrund gedrängt wird. Die Burg als wissenschaftliches Dokument erfährt allmählich eine Entwertung. Szenarien, wie Ritterinthronisationen im sog. Kultraum, einem Doppelapsiden­raum, dessen Bedeutung bis heute noch nicht klar definiert werden kann, oder opulente Ritteres­sen kennzeichnen den Vermakrktungsgrad der Burg. Die Aufbauarbeit, welche vorallem von einer großen Energieversorgungsfirma des Landes Burgenland getragen wurde, ist auch großteils von in der Restaurierung unerfahrenen Kräften be­werkstelligt worden, teilweise mit Hüfestellung von Strafgefangenen, sodaß die Detailergebnisse vielfach als unzureichend bezeichnet werden müssen. Als konträres Beispiel möchte ich Ihnen noch die Burgruine Landsee präsentieren, vielfach als die größte Burgruine Mitteleuropas bezeichnet. 1158 das erste Mal erwähnt, wird die Anlage in dere Folge ständig vergrößert, um- und ausgebaut bis 1668 zuletzt der äußerste Mauerring er-

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