Varak és kastélyok (A 25. Egri Nyári Egyetem előadásai 1995 Eger, 1995)
Előadások: - Franz Bunzi: Burgenlandi várak
richtet wurde. Die Burgruine, noch heute Esterházy'scher Besitz, wurde seit dem 18. Jahrhundert aufgegeben, wobei der Verfallszustand bereits ein derartiges Ausmaß besitzt, daß wesentliche Partien der Hochburg in naher Zukunft dem endgültigen Verfall preisgegeben werden müssen. Die Anlage selbst besticht vorallem durch den dominanten mittelalterlichen Kern mit dem romanischen Donjon und den reichen spätgotischen Architekturdetails der Hochburg, welche jedoch aufgrund der Gefahrenquelle nicht mehr öffentlich begangen werden können. Versuche, hier eine umfassende Rettungsmaßnahme vorzunehmen, scheiterten stetes an der ablehnenden Haltung des Eigentümers bzw. der nicht zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln. Bemühungen des Landes Burgenlandes gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt haben in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Verschönerungsverein, welcher sich der Erhaltung der Burgruine angenommen hat, bewirkt, daß wesentliche Partien abgesichert werden konnten, Maßnahmen, die jedoch im Verhältnis zu den anfallenden Problemen als äußerst bescheiden bezeichnet werden müssen. Die Bemühungen reichen derzeit lediglich aus, das Umfeld der Hochburg und die entsprechenden Brücken und Zugänge instandzuhalten, sodaß Landsee derzeit ,,in Schönheit sterben wird", wenn nicht in allerletzter Minute noch eine Möglichkeit der Erhaltung gefunden werden kann. Am Schluß meiner Ausführungen möchte ich Ihnen noch die neuersten Erkenntnisse über die ehem. Burg in Eisenstadt, dem heutigen Schloß Esterházy darlegen, Ergebnisse welche im Zuge einer Hofpflasterung bzw. im Rahmen des Garagenbaues vor dem Schloß erzielt werden konnten. Dabei wurde festgestellt, daß die Eisenstädter Burg, nicht wie stets angenommen, als Vierflügelbau errichtet wurde, sondern aus einem zentralen Saalbau, später mit einer Ringmauer umgürtet, hervorgegangen ist. Der Saalbau, also der Palas, war ost-, westorientiert und lag genau unter dem heutigen Hof. An den vier Ecken der etwa quadratischen Ringmauern standen sich zwei runde und zwei eckige Türme gegenüber. Die mititelaiterliche Ringmauer und die Türme waren bereits seit langem bekannt und wurden in den Umbau von 1663/64 integriert. Der zentrale Palas wird dem 13. Jahrhundert, die südl. und nördlichen Zubauten sowie die Ringmauer hingegen dem 14. Jahrhundert zugeordnet. Die Burganlage selbst besaß auch, wie die Grabung im Schloßplatzbereich zeigte, einen Wassergraben, welcher durch die barocken Einbauten des 17. Jahrhunderts jedoch großteüs zerstört wurde. Abermals waren Baumaßnahmen im Rahmen einer Landesausstellung ausschlaggebend, daß auch das äußere Burgtor aus der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts gefunden werden konnte. Hinter einer barocken Vermauerung verbarg sich ein Rundbogentor innerhalb einer Zugbrückenblende mit einem eintrichternden profilierten Gewände mit einer breiten Nutführung für ein Fallgatter. Alle Teile sind in Werkstein ausgeführt. Aufgrund der Raumnutzung im Rahmen der Landesausstellung konnte das Tor derzeit noch nicht einer umfassenden Restaurierung unterzogen werden, eine POräsentation für den Besucher von Schloß Esterházy wird jedoch angestrebt. Die aufgezeigten Beispiele haben Ihnen einen Teil der Facetten Burgerhaltung und Burgnutzung gezeigt, es wird jedoch auch künftig weitgehend von einem Zusammenwirken verschiedener Organisationseinheiten abhängig sein, um Bauwerke mit einem derartigen Volumen zu erhalten, aber auch um eine Finanzierungsmöglichkeit zu finden, um diese Zeugnisse der historischen Vergangenheit auch künftigen Generationen erhalten zu können. Viuelfach wird die Auswahl dem Zufall überlassen sein, manches wird aber auch den Weg des Vergessens beschreiten. Die Aufgabe für den Denkmalpfleger wird es weiterhin sein, daß dieser Weg bis dattiv ein möglichst langer Weg sein wird.