Varak és kastélyok (A 25. Egri Nyári Egyetem előadásai 1995 Eger, 1995)
Előadások: - Franz Bunzi: Burgenlandi várak
Aber bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach dem Ausbau des Eisenstädter Schlosses verlor Forchtenstein seine Bedeutung als Residenz und wurde nur mehr zeitweise bewohnt. Anfang des 19. Jahrhunderts präsentierte sich die Burg als Museum, wo große Teile des Kunstbestandes der Familie Esterházy untergebracht wurden. Nicht unerwähnt darf die große Waffensammlung bleiben, welche zur Ausrüstung fürstlicher Regimenter diente. Im Rahmen der Vorbereitung zur Landesausstellung konnten auch die Fassaden des trapezförmigen Hofes des Hochschlosses untersucht werden, welche durch Abblätterungen der Tünche Fassadenmalereien zeigten. [Dabei konnte ein rot/schwarz konturiertes Rahmengerüst mit Kassettenfeldern festgestellt werden,] welches sich über die gesamten Fassaden erstreckt, in welchen Büsten in Grisaille — Malereien insgesamt etwa 130 Stk. dargestellt sind. An der Ostfassade konnten Abbildungen wichtiger Persönlichkeiten des Habsburgischen Kaiserhauses u.a. Leopold I. und Kronprinz Josef mit der Krone Ungarns vorgefunden werden, eine Malerei, welche im Zusammenhang mit der Fürstung der Esterházy 1687 gedeutet wird. Aus Anlaß dieser Fürstung wurde der trapezförmige Hof des Hochschlosses quasi als Saal im Freien adaptiert, mit dem Reiterstandbild Paul I. im Zentrum. Als restauratorisches Problem zeigte sich vor allem der Erhaltungszustand der Malerei, welche aus Temperafarbe auf einer Leimgrundierung besteht. Das ikonologische Konzept der Wandmalerei spiegelt in repräsentativer Weise die Verbindung des gefürsteten Hauses mit dem Kaiserhaus wieder und dokumentiert die Legitimität der verliehenen politischen Macht. Die Bedeutung dieser Malerei selbst liegt aber auch in der Rarität der erhaltenen Objekte, wodurch sich die Restaurierung als vordringlich erwies. Hauptursache der starken Reduzierung stellte ein starker Befall von Mikroorganismen dar, welcher die ursprünglich schützende Kalkübertünchung zu einer schädlichen Kompresse umwandelte. Um die Angriffsfläche durch Bewitterung zu minimieren wurde auch eine spezielle Konstruktion entwickelt, welche in Form einer abgehängten Glasfläche erfolgte. Burg Forchtenstein ist daher zu jenen Burgen zu zählen, welche mittels ihres musealen Inventars und einer entsprechenden Besucherfrequenz in der Lage ist, die Erhaltung aus Eigenem zu tragen, sodaß eine langfristige Sicherung des Bestandes gegeben ist. Eine ursprünglich zusätzliche Attraktivität stellten Theateraufführungen im Burggraben dar, welche jedoch aufgrund mangelnder Ausweichmöglichkeiten im Falle von Schlechtwetter im Laufe der Jahre zur Einstellung gelangten. Kleinere literarische Veranstaltungen können derzeit in der Hochburg selbst abgehalten werden, sodaß damit ein zusätlicher Anreiz zum Burgbesuch gegeben ist. Einen ganz anderen Weg hat Burg Lockenhaus bschritten, jene Burg welche in den letzten Jahren vorallem durch die internationalen Kammermusikfesttage in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt ist. Die Burg selbst auf einem Felsriegel über dem Günsbach im 13. Jahrhundert als Talsperre errichtet, u.a. im Besitz der Güssinger Grafen, der Nádasdys und seit 1676 im Esterhazy'schen Besitz, gelangte 1969 an den Dichter Paul Anton Keller und wurde 1980 als Prof. Paul Anton Keller-Stiftung Burg Lockenhaus, eingebracht. Die unter Nádasdy im 17. Jahrhundret errichtete Vorburg erhebt sich unter der mittelalterlichen Hochburg mit ihrem zweischiffigen gotischen Rittersaal, deren Zustand bereits 1824 vom Burgenforscher Josef von Scheiger als ruinös bezeichnet wird. Wie Fotos aus dem Ende des vorigen Jahrhunderts zeigen, befand sich die Hochburg bereits in einem weitgehend reduzierten Zustand, sodaß wir Lockenhaus vorallem Fürst Nikolaus V. Esterházy verdanken, welcher den Budapester Architekten Stephan Möller beauftragte, die Burg wieder instandzusetzen. Die Kosten gingen ausschließlich zu Lasten des Fürsdten, wie die Berichte Möllers an das Landeskomitee für Denkmalpflege bezeugen. Die Arbeiten nehmen die Zeit von 1902 bis 1906 in Anspruch, dabei werden der damaligen Res-