Dr. Tóth Sándor (szerk.): A Bakonyi Természettudományi Múzeum Közleményei 7. (Zirc, 1988)
DR. TÓTH SÁNDOR: Beiträge zur Kenntnis der Raupenfliegen Parasiten ungarischer Schmetterlinge (Diptera : Tachinidae) II.
In Ungarn wurde die Art bisher aus dem Mittelgebirge Transdenübiens - vor allem uus dem Bakony-Gebirge, sowie aus dem Mecsek- und Sopron-Gebirge, weiterhin aus dem sog. Őrség und von 4 Stellen der Ungarischen Tiefebene gesemmelt. Aufgrung der bisher durchgeführten Sammlungen könnte man die Art als selten betrachten. Agrotis segetum DENIS et SCHIFFERMULLER Als polyphager Schädling der Ackerfelder und Gemüsegärten veraehrt Agrotis /Sootio/ segetum sowohl die ober - als auoh die unterirdischen Teile verschiedener Pflenzen. Eine eingehende Besprechung der Biologie und der Schädlichkeit dieses Schmetterlings sowie der wichtigsten Methoden der Bekämpfung und der netürlichen Feinde ist in den Arbeiten von JERMY /1952/ sowie von BALAS et SARINGER /1984/ zu finden. In seiner erwähnten Arbeit teilt JERMY mit, dass es ihm aus den Raupen der Schmetterlingsart Agrotis segetum drei Taohiniden-Arten zu züohten gelungen war /Gonia atra MEIG. , Peletieria nigrioornis MEIG. » rubescers R.-D. und Peles pevide MEIG./. Von diesen Arten erwähnt jedoch MIHÁLYI /1986/ Gonia etra MEIG. in seinem grundlegenden Werk als Mitglied der ungarischen Fauna nich; er zählt sie unter den zu erwartenden /in Klammern angegebenen/ Arten und zwar unter dem Namen Rheida atra /MEIG./. Das Verbreitungsgebiet der Art umfasst nach HERTING /1984/ das Mediterranaeum,/SUd-Europa/, Transkaukasien, Süd-Sibirien und die Mongolei. HERTING /1960/ erwähnt unter Berufung auf eine eine Arbeit von PANTEL /1910/ eine näher nicht bestimmte NoctuidenRaupe als Wirt dieser Art. Eben deshalb scheint es nioht ausgeschlossen zusein, deas hinter dem Nemen von Gonia atra MEIG. , der im JERMY* s Aufsatz angegeben wurde, vielleicht die auf der Ungarischen Grossen Tiefebene vielerorts vorkommende Art Spallanzania hebes FALL, steckt. Problematisch ist zu einem gewissen Grade auch die Art Pales pavida MEIG. , die von JERMY in seiner obenerwähnten Arbeit als ein Parasit des Schmetterlings Agrotis segetum beschrieben wurde, in seinem späteren Aufsatz /JERMY 1953/ das Wirtstier jedooh nur als Agrotis sp. anegeben worden war. HERTING /1960/ hat sich ebenfalls auf diese Arbeit berufen. Als Tachiniden-Parasiten des Schmetterlings Agrotis segetum wurde sowohl in den Arbeiten von HERTING /1960/ als auch in jener von MIHÁLYI /1986/ folgende Raupenfliegen-Arten angegeben: 1. Spallanzania /Gonia/ hebes /FALLEN, 1820/ 2. Gonia capitata /DE GEER, 1776/ 3. Gonia bimaoulata WIEDEMANN. 1819 4. Peleteria rubesoens /ROBINEAU-DBSVOIDY , 1830/ / - nigrioornis R03.-DESV./ 5. Exorista larvarum /LINNAEUS , 1758/ 6. NIlea /Pletymya/ hortulana /MEIGBK, 1824/ Letzterwähnte Art soll nach HERTING /1960/ nur ein fakultativer Parasit des Schädlings zu sein, während MIHÁLYI /1986/ /wahrscheinlich auf grund von LaboretoriuDL'iversuchen/ die Schmetterlingsart Agrotis segetum als ein normales Wirtstier dieser Taohiniden-Art betrachtet. Die Raupen von Agrotis segetum habe ioh am 26.07.1985 in der Ortschaft Cserszegtomaj in einem Gemüsegarten sowie am 01.08.1985 bei Olaszfalu auf einem Kreutfeld gesammelt. Die Raupenpopulationen von beiden Sonmelplätzen haben sich nur als schwach befallen erwiesen. Aus den Raupen, die bei Cserszegtomaj gesammelt wurden, sohlüpften 4 Exemplare der Art Spallanzania hebes FALL, /zwischen 28.08. und 06.09.1985/ sowie 2 Exemplare der Tachinide Peleteria rubesoens R.-D. /zwischen 22.08. und 27.08.1985/. Gesamtzahl der gesammelten Raupen betrug 58 und so erwies sich der Grad der Befallenheit der Population durch Taohinlden /angenommen, dass es sioh in einer Raupe nur eine Larve entwickelte/ als etwa 10%. Aus den 23 Raupen, die in der Oxtsohaft Olaszfalu gesammelt wurden, schlüften /zwischen 27.08 und 03.09.1985/ 2 Exemplare der Art Peleteria rubescens R.-D.; Grad der Befallenheit erwies sioh als 8,7%. Es muss nebenbei bemerkt wurden, dess aus den Raupen von Cserszegtomaj auch Hymenopteren-Parasiten herausgeschlüpft waren. Von den beiden Tachiniden-Arten, die aus den Raupen von Agrotis segetum gezüchtet wurden, kommt - aufgrund unserer bisheriges Funden - die Axt Spallanzania hebes PALL. nur im südlichen Teil des Bakony-Gebirges, auf dem Plattensee-Hochland /vor allem am Ufer des Plattensees/ sowie in den östlichen Gegenden des Ost-Bakony-Gebirges. Auch die anderen Fundorte liegen meistens in den Flachländern Ungarns. Die Art Peleteria ruboscens R.-D. bewohnt ähnliohe Gebiete, dringt aber euch in die Berge hinauf /so auch in das Bakony-Gebirge/; sie ist eusserdem viel häufiger. Dies wird vor allem duroh jene Netzkarte veranschaulicht, in welcher die bisher bekennt gevordenen Fundorte beider Arten eingetxegen worden sind.