Dr. Tóth Sándor (szerk.): A Bakonyi Természettudományi Múzeum Közleményei 7. (Zirc, 1988)
DR. TÓTH SÁNDOR: Beiträge zur Kenntnis der Raupenfliegen Parasiten ungarischer Schmetterlinge (Diptera : Tachinidae) II.
Papilio machaon L. Die Zahl der Individuen dieser Art, die Uber ganz Ungarn verbreitet ist, hat jedoch während der letzten Jahrzehnten merkbar abgenommen. Ihre Raupen, die verschiedenen Doldengewächsen /Umbelliferae/ leben, trifft man auch im Bakony-Gebirge nur vereinzelt . Diese Raupen sind sehr oft durch Taohiniden-Larven befallen - zum grössten Ärgernis der sioh mit der Zuoht von Raupen befassenden Lepidopterologen. In seiner grundlegenden Arbeit zählt HERTING /1960/ folgende Tachiniden-Parasiten der Schmetterling Papilio maohaon auf: Buquetia. muaoa ROBINEAU-DESVOIDY , 1847 Phryxe vulgaris /FALLEN, 1810/ Blondelia nigripes /FALLEN, 1820/ Exorista larvarum /LINNAEUS , 1758/ Exorista sorbillans /WIEDEMANN, 1830/ Peleteria rubesoens /ROBINEAU-DESVOIDY, 1830/ Diese Aufzählung soll noch damit erweitert werden, dass in MIHÁLYI's Werk /1986/ unter den Wirtstieren der Tachiniden-Art ExoriBta sorbillans WIED. Papilio machaon L. nich erwähnt wird, demgegenüber eine andere Schmetterlings art, Iphiclides podalirius L. ist in der HERTING ' sohen Monographie /1960/ nicht zu finden. Je eine Raupe dieser Schmetterlingsart wurde von mir an verschiedenen Punkten des Bakony-Gebirges gesammelt /Alsóperepuszta, Balatonfüred, Cserszegtornaj, Fenyőfő, Hétházpuszta, Tihany, Zirc/ und zwar auf folgenden Pflanzenarten: Daucus oarota L. , Heraoleum sphondylium L. , Seseli leucospermum W. et K. , Parasiten konnten bisher nur aus der einzigen in Tihany gesammelten Raupe gezüchtet werden, und zwar 5 Exemplare der Tachiniden-Art Phryxe vulgaris FALL. Hyponomeuta pedellus LINNAEUS Die polyphege Raupe dieser Art lebt vor allem auf Vogelder SUsskirsche /Prunus avium/, sie kommt aber auch auf anderen Prunus-, sogar Crataegus-Arten vor. Meistens tritt sie massenhaft auf, und deshalb ist die durch sie verursachte Beschädigung der Bäume besondere auffallend. Die Raupen verzehren das ganze Laubwerk der befallenen Bäume. Trotzdem, dass die Raupe dieser Schmetterlingsart ziemlich klein sind, werden sie von mehreren Raupenfligen-Arten befallen. Nach HERTING /1960/ wird sie durch die unten aufgezählten 5 Tachiniden-Arten parasitert: Bessa parallele /MEIGEN, 1824/ Eurystaea soutellaris /ROBINEAU-DESVOIDY , 1848/» Discoohoeta yponomeutae /R0NDANI, 1861/ Bactromyia aurulenta /MEIGEN, 1824/ Zenillia dolosa /MEIGEN, 1824/ Compsilura ooncinnata /MEIGEN, 1824/ Sämtliche Arten werden auoh in MIHÁLYI' s /1986/ Arbeit aufgezählt /jedooh sind die Wirtstiere der Raupenfliege Compsilura ooncinnata MEIG. konkret nicht erwähnt/. Mit den Parasiten, die aus den im Kurort Héviz von Prunus avium gesammelten Hyponomeuta padellus-Raupen gezüohtet wurden, beschäftigen sioh SARINGER et al. /1983/. Nach ihren Zuohtergebniasen waren 32,1 Jt der Population von Héviz durch Bessa parallele MEIG., und 28,3 % duroh Zenillia dolosa MEIG. befallen. Erwähnten Autoren ist weiterhin gelungen auch mehrere Hymenoptere-Paxasiten zu züchten. Trotz mehrjährigem Nachforschen Ist es mir nicht gelungen die Raupen dieses Schmetterlings im Park von Héviz aufzufinden, Im Jahre 1987 habe ioh endlich je eine grössere Population der Art bei Szigliget und Tihany /17.06.1987/ sowie neben dem Autobahn M7 in Dorfflur von Pázmand /am 24.06.1987/ gefunden. An sämtlichen drei Stellen waren die Traubenkirschen-Bäume /Prunus padus L./ von diesen Raupen befallen; im Mittelpunkt der Ansteckung waren die meisten dieser Bäume von ihrem Laub vollkommen beraubt. Zur Zeit deB AuffIndens dieser Populationen befanden sich die Raupen s oh on im Stadium der Verpuppung /bzw. haben dies schon beendet/. Je 100 Puppen wurden von sämtlichen Populationen gesammelt und dann im Laboratorium in Zuchtgläsern, die mit dichtem MUllersieb Uberzogen waren, aufbewahrt. Die ersten Schmetterlinge auB dem Material von Szigliget und Tihany schlüpften am 02.07- die aus dem Pázmánder Material am IO.07., die letzten etwa 2 Wochen später. An den Wänden der Gläser, in welohen die von Szigliget und Tihany stammenden Puppen enthalten waren, erschienen kurz darauf /05.07./ auoh die Raupenfliegen. Die Population von Pázmand erwies sioh als vollkommen frei von Parasiten /sogar Hymenopteren-Parasiten schlüpften nioht