Lackner Kristófnak, mindkét jog doktorának rövid önéletrajza; C sorozat 5. kötet - Sopron Város Történeti Forrásai (Sopron, 2008)

Előre megírt emlékezet: Lackner Kristóf különös önéletrajza

sie - wie unten noch ausführlicher erörtert wird — die Vita offensichtlich oft verwen­deten (s. folgendes Kapitel). Genauer: sie schreiben gar nichts über Lackners Leben nach 1618, was auch ein bedeutendes „negatives" Argument — argumentum ex silentio ­ist, dass die an erster Stelle stehende Quelle von Fridelius, die Vita, 1618 endet. Also wir müssen die Ursache der raschen Beendigung nicht in der Abschrift, sondern in anderen Faktoren suchen. Es lohnt sich, uns auf das letzte schriftlich be­arbeitete Jahr, 1618, oder lieber auf das nächste zu konzentrieren. Im Jahre 1619 ereigneten sich zwei wichtige Sachen in Lackners Leben und in dem der Stadt. Erstens: das seit 1613 ununterbrochene Bürgermeistertum von Lackner wurde ge­brochen, am Sankt Georg-Tag wurde nicht er, sondern Mátyás Kramer (Kalmár) zum Bürgermeister gewählt. 37 Wir wissen nicht, wie es der Verfasser der Vita er­lebte: es ist nicht sicher, dass er es für einen Fehlschlag hielt, denn aus einem Brief des Stadtrates 1618 stellt es sich heraus, dass der damals schon zum sechsten Male gewählte Lackner der Stadtfühung bereits „schwer entgegenkam". 38 Sei es auch so, die Erzählungsweise, der er schon seit 1613 in der Vita folgte — die Aufzählung sei­ner prächtigen Ergebnisse in dem Bürgermeisteramt —, konnte er nach 1618 nicht mehr fortsetzen. Das andere wichtige Ereignis war der Feldzug von Gábor Bethlen, während des­sen auch Odenburg (am 30. November 1619) dem siebenbürgischen Fürsten hul­digte und ihn zwischen die Mauern eintreten ließ. 39 Die Stadt wurde dadurch dem Herrscher untreu — es ist wahr, dass sie ohne eine kaiserliche Wache keine ande­re Wahl hatte -, was einen anderen grundlegenden Zug der Vita, nämlich das Bild des in der Königstreue immer beispielhaften Odenburg in Frage stellt. Für Lackner, der gegen die Bocskai'schen Hajdúkén mit Waffen kämpfte, über die ungarische Krone und die (Habsburgische) Majestät Essays schrieb, seine Königstreue auf Schritt und Tritt aussagte, konnte die solchartige Gestaltung der Ereignisse auch ein Trauma verursachen. Dazu trug noch bei, dass die Stadt 1620 ihn zur Bethlen­Versammlung nach Neusohl als Gesandten delegierte, 40 er mußte also gegen seine eigenen Prinzipien vorgehen. Diese zwei Geschehnisse also, d. h., der vorübergehende Riß in seinem Bürger­meisteramt, und die Huldigung der Stadt vor Bethlen durften ihm nach unserer Meinung einen genügenden Grund gegeben haben, die Feder abzulegen. Was 1619 passierte, erschütterte die bisherige Sichtweise der Vita in ihren Grundfesten: wie hätte er darüber schreiben können, dass Bethlen in die Stadt einzieht, unter den von 37 S. SOPRONMON. I. 420, HÁZI 1982. nr. 1968. 38 Den Brief publiziert KOVÁCS 2004. 22. 39 Uber die Huldigung, und über das Verhältnis zwischen der Stadt und Bethlen s. neulich VINKLER 2005. Es ist anzumerken, daß er während dieses Ereignisses unrichtigerweise Lackner als Bürgermeister benennt. S. a. s. O. 242. et passim. Diesen Fehler begeht auch die Dramatikerin Katalin Thuróczy. S. THURÓCZY 2005. et passim. 40 DOMINKOVITS 2007.16.

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