Bél Mátyás: Sopron vármegye leírása III.; C sorozat 4. kötet - Sopron Város Történeti Forrásai (Sopron, 2006)

TANULMÁNY - TÓTH GERGELY : Bél Mátyás leírása Sopronról és Sopron vármegyéről: a mű és forrásai

umgehen. Die Beschreibung der Herkunft der Ungarn, der Deutschen, der Kroaten und ihrer „Gewohnheiten" ist auch sehr ähnlich in der Darstellung des Ödenburger Komitats und in den der oben erwähnten transdanubischen Komitaten — ganz bis zu den Übereinstimmungen im Text. 1 "' Diese wort­wörtlichen Entsprechungen warnen uns jedoch davor, die Darstellung der Volksgruppen in den Beschreibungen für einen authentischen Bericht über die Nationalitäten der jeweiligen Komitate zu halten. Diese soll vielmehr für allgemeine Eindrücke und Erfahrungen über die verschiedenen Einwohner eines größeren Gebietes — in diesem Fall über die von Transdanubiens — ge­halten werden. Nach der Liste der Obergespane (§ VI) steht die ausführliche Beschreibung der Einweihung von Fürst Pál Antal Esterházy (1711-1762) im Jahre 1734 ins Amt des Obergespans, was zweifellos das speziellste und vielleicht auch das wertvollste Element des „Allgemeinen Teiles" ist. 117 Aus dem nachträglich er­gänzten Text kann man nämlich jedes Moment der Einweihungszeremonie kennenlernen, und daneben werden auch noch die Texte der königlichen Ernennungsurkunde und der ungarnsprachigen Festrede des Vizegespans Sándor Czompö bekanntgegeben. Mit Sicherheit bekam Bél diese Informati­onen auch von der Familie Esterházy. Die „genealogische Natur" gewann auch anderswo in den Komitatsbeschreibungen die Oberhand. Solange in der Beschreibung des Ödenburger Komitats — wie wir es gesehen haben — die Familie Esterházy mehrmals eine hervorgehobene Stelle bekam, behan­delte Bél zum Beispiel in der „Politischen Sektion" des Eisenburger Komitats bei der Darstellung des Komitatsadels fast 200 Seiten lang hindurch (!) die Geschichte der dortigen vornehmen (einstigen oder auch zur Zeit von Bél Besitz habenden) Familien, namens der Familie Kőszegi, Batthyány, Erdődy und Nádasdy aufgrund von erzählenden Quellen." 8 Der Eintrag solcher Teile könnte natürlich mehrere Gründe gehabt haben. Einerseits war es eine Art Ehrenbezeigung vor der die Arbeit unterstützenden hochadeligen Familie, andererseits neigte Bél immer dazu, in den Komitatsbeschreibungen eine '"' Dafür ist ein Beispiel die Beschreibung von Bél über die deutschen Frauen des Ödenbur­ger Komitats. Er berichtete, daß sie auch auf den Ackerbau und die Weidung der Rindviehe ver-stehen: „Videas saepe feminam [sc. Germanam] cum aratrum librare, tum iumenta pro­pellere." BÉL: Sopron vm. I. 50., die Übersetzung: ebenda. 125. Fr wiederholte es fast wort­wörtlich in der Beschreibung des Wieselburger Komitats: „Videas non raro, feminas [sc. Ger­manas], et propellere iumenta, et aratrum scitissime moderari". — BÉL: Notitia V. 16. — Weitere Über-einstimmungen (zwischen den Raaber, Wieselburger, Ödenburger und Eisenburger Komitaten): TÓTH Gergely: Bél Mátyás Sopron város történetéről: egy szöveg változatai. Ta­nulmányok Bél Mátyás: Sopron vármegye leírása c. művéről. [Mátyás Bél über die Stadtge­schichte Ödenburg: Varianten eines Textes. Studien über das Werk: Die Beschreibung des Ödenburger Komitats von Mátyás Bél] (Diplomarbeit, Manuskript, ELTE BTK.) Budapest, 2001. 40-41. Siehe noch: KINCSES Katalin Mária: „Mores et consuetudines... variant". A nyugat­dunántúli népek Bél Mátyás leírásában. („Mores et consuetudines ... variant". Die westtrans­danubischen Völker in der Beschreibung von Mátyás Bél] In Kultusz és hagyomány. Tanul­mányok a Rákóczi-szabadságharc300. évfordulóján, Budapest, 2003- 33-72. 117 BÉL: Sopron vm. I. 52-63., Übersetzung: ebenda, 127-138. 118 [Matthias BEL:] Comitatus Castriferrei. fol. 2r, pp. 381. EFK Hist. I. s. Der diesbezügliche Teil: pp. 28-216.

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