Faut Márk és Klein Menyhért krónikája 1526-1616; C sorozat, 1. kötet - Sopron Város Történeti Forrásai (Sopron, 1995)

Die Chronik

aber ein vnuerheirate Junge Tochter vorhanden, die sagte man habe das gellt gethailt, aber sy wisse nicht, wie sie darmit vmbgangen weren. Herr Richter sich dessen beschwärtt von wegen der Vngevogten, daß sie das Stadgricht destwegen hindan gesetzt hetten, vnd änderst Mertt Tamisch vor Rath destwegen erforden vnd erschinen, auch befragt, sie sollen sagen, wie vil des gellts gewesen sei, sie hetten nicht recht gethan, daß sie das stadtgricht nicht zuvor begrüßt haben, sein auch die Schuelerische ein Jeglicher vmb 25 Taller gestrafft worden. Darauff Ment Tamisch gesagt, weil man seine Vrsachen daß er recht habe, nicht gellten will lassen, vnd noch darzu die straff fur <ha> die handt thuet nemen, so (55 v —56 v ) so will er seinen Khonig khlagen, wie man mit gmainer Stadt guet Vmbgehe. <dievor> Item die armen werden vmb ire schulden, so sy der Stad ein wenig schuldig, gestrafft vnd geplagt biß sie zalen müeßen, aber die Im Rath sitzen vnd vil schuldig sein, die giengen leicht auß, darüber ein Ehrsamer Rath protestirt, weil sie an Iren Ehren dißfalls angetastet werden, wollen sie diß auff sich nicht ligen lassen. Darauff ein Ehrsame gmain auffs Rathauß geforden, Ihnen allen disen handl angezaigt vnd sie gebeten, sie wollen der oberkheit ehr defendirn helffen vnd was hierinnen zu thuen sei, ir guettachten einen Ehrs(amen) Rath anzaigen. Wie sie sich nun auff den Saal berathschlagt, Zaigten sie einen Ehrsamen Rath an, die weil ein Ehrsamer rath gescholten worden, vnd destwegen ires erachtens nicht sitzen khonnen: allso hette ein Ehrsame gmain 24 Vnpaneische Richter gesezt auß iren Mittl, die sollen vber den handl zwischen einen Rath vnd Ment Tamischen Vrthailen. (57 r ) Balt hernach sein dise 24 Richter anstadt deß Raths gesessen. Der H(err) Melchior Khlein der Erste richter gewesen, Vnd ist herr Mertt Tamisch zum ersten Mal auffs rathauß erforden, vnd da er nicht erscheinen wollen, zum andermahl erfordert, aber auff diß alßobalt, wie sie fast außgefahren gehn Wien, letzlich aber erschinen vnd angezaigt, sie die 24'Richter wären wol ehrliche leuth, aber er Tamisch erkhenn sie ietzt für seine Richter Nicht, ein Ehrsamer Rath wäre ietzt sein Ordentliche Richter biß auff S. Gergen tag. Auff diß ist der Tamisch in die Straff 200 Taller erkhennt, vnd befunden worden, daß er es einen Jeden des Raths abbitten soll, da ers Nun nicht wollte thuen, hat man Ihme 3 Vaß wein, die gehalten haben 50 Emer 3/4 Emer, den Emer per 4 Taller sie geschätzt. Vnd haben <ein> die 24 Vnpaneische richter befunden, daß dieselben 3/4 Emer Wein an seiner Steur sollen Nachgelaßen werden, anstadt der 200 Taller auß den kheller gezogen ins Rathauß. Darüber er zum Tarnak­(57 v —58 v ) maister gehn Tirna verraist vndt ein befelch gebracht, Man soll ihm die 3 vaß wider zuestellen vnd das Unheil vber Ihn, den Tarnakrecht vbergeben.

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