Leopold Auer - Manfred Wehdorn (Hrsg.): Das Haus-, Hof- und Staatsarchiv (2003)

Bestände - IV. Kultur

Kultur 161 6 Kunst für den Kaiser 1828 Mai 20, Wien Verzeichnis der vom Oberstkämmereramt für die Gemäldegalerie angekauften Bilder Papier, ein Blatt, deutsch Hofarchive, Oberstkämmereramt ZI. 1121 ex 1828 Die Wurzeln der kaiserlichen Gemäldegalerie gehen auf die großen Sammler in den Reihen der Habsburger - Kaiser Rudolf II., Erzherzog Ferdinand von Tirol und Erzherzog Leopold Wilhelm - zurück. Erster Aufstellungsort der Kunstsammlung in Wien war die Stallburg, wo unter Kaiser Karl VI. die Schau nach barocken Prinzipien präsentiert wurde. Aber schon unter Maria Theresia mußte aus Platzmangel ein neuer Ort für die Kunstwerke gesucht werden: Ab 1776 übersiedelten die Gemälde in das Obere Belve­dere, wo eine nach historischen Gesichtspunkten geordnete Neuaufstellung erfolgte. 1783 machte das Kaiserhaus seine Gemäldegalerie als erste der Öffentlichkeit unent­geltlich zugänglich; zugleich erschien auch der erste Katalog der Sammlung. Für die Verwaltung der Sammlung war das Oberstkämmereramt zuständig. Ankäufe erfolgten auf Vorschlag des Oberstkämmerers und nach Genehmigung durch den Kaiser. Die Bilder in der hier gezeigten Ankaufsliste wurden von Kaiser Franz I. in der jährlich statt­findenden akademischen Kunstausstellung für die Gemäldegalerie ausgewählt. Für den Erwerb von 10 Bildern, darunter drei Gemälde von Ferdinand Georg Waldmüller, gab man 1828 3.151 fl. C. M. aus. Heute verwaltet das Kunsthistorische Museum, seit 1890 im Neubau an der Wiener Ringstraße, das Erbe der kaiserlichen Gemäldegalerie. Irmgard Pangerl

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