Emerich Bielik: Geschichte der K. u. K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates (Wien, 1901)

I. Theil. Die militär-geistliche Hierarchie und die Militär-Seelsorge vor der Errichtung des Apostolischen Feld-Vicariates - 3. Capitel. Die Militär-Seelsorge

81 Mancher Tag aus den vielen Feldzügen ist auch in der Geschichte der Militär-Geistlichkeit mit blutigen Lettern •, verzeichnet. Bei Szalanka wurde der Feldkaplan Placidus Zirklbach schwer verwundet1); in der blutigen Schlacht bei Luzzara fiel der Feldkaplan P. Klein, als er im Kugelregen seines heiligen Amtes waltete2). In der Schlacht bei Groczka wurde der Feld-Superior P. Ignaz Ceschi und mit ihm die Kapläne Johann Gleiber, Johann Piringer und Gottfried Liend von den Türken massacriert, als sie den Sterbenden den letzten Trost spendeten3). Im Gefechte bei Bassano war der Regiments-Pater Simonovich immer voran; er stand in den vordersten Reihen der Fechtenden und eiferte die Krieger an, bis er, von einer Musketenkugel in die Stirne getroffen, todt niedersank4). Beim Sturme auf Schabatz eilte der Regiments-Kaplan Basilius Bosnjak zu der Sturmcolonne in die vorderste Linie; eiferte die Mannschaft zu ausdauerndem Muthe an lind liefi die Pallisadierungen umhauen, um den Nach­folgenden den Weg in das Innere zu öffnen6). Bei Vorrückung gegen Belgrad (11. September 1789) brachte der Kaplan Georg Brocsko — mit seinem Pferde die Save durchschwimmend — dem FML. Prinzen Waldeck Nachrichten vom Feinde, worauf der Übergang der Avant­garde erfolgte6). *) *) Fuxhoffer-Czinár, Monasteriologia II S. 121. 2) Dole ezek, Geschichte der österr. Artillerie, Wien 1887 S. 252. 3) Bericht über die Schlacht hei Groczka, Feldacten ex 1739. 4) Geschichte des Infanterie-Regimentes Nr. 53, Tulln 1881 S. 81. 6) a. a. 0. 6) Hummel, Durch Kreuz und Schwert, Baden 1898 S. 37. Bielik, Geschichte der k. n. k. Militär-Seelsorge. ß

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