Emerich Bielik: Geschichte der K. u. K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates (Wien, 1901)

I. Theil. Die militär-geistliche Hierarchie und die Militär-Seelsorge vor der Errichtung des Apostolischen Feld-Vicariates - 3. Capitel. Die Militär-Seelsorge

82 All die herrlichen Momente, all die rühmenswerten Thaten, welche der ehrenvollen Vergangenheit der Feld­geistlichen angehören, zu schildern, würde den Rahmen dieser Schrift überschreiten. Unvergängliche Verdienste haben sich namentlich die Feldkapläne ans dem Jesuiten-Orden erworben, welche durch ihr musterhaftes Leben, durch ihren Eifer und ihre treue Pflichterfüllung viele Krieger auf den Weg der Tugend und Besserung zurückführten. Auch der Feldmission des Feldcollegiums der Gesell­schaft Jesu gebührt ein warmes Wort der Anerkennung für ihre mehr als hundertjährige, segensreiche Thätigkeit. Die Patres dieser Mission, drei bis fünf an der Zahl, welche alljährlich vom Orden zu diesem Zwecke entsendet wurden, haben unter dem Kaiser Ferdinand III und Leopold I eine, wenn auch geringe Entlohnung erhalten; in den nachfolgenden Jahren aber waren sie nur auf milde Gaben angewiesen. Ungeachtet dessen pilgerten sie auch fortan auf die Schlachtfelder, zogen von einer Truppe, von einer Garnison zur anderen, überall Heil und Segen bringend. Die Jahresblätter der österreichischen Provinz der Gesell­schaft Jesu, und die darin verzeichneten jährlichen Con- versionen auch hoher Officiere documentieren am besten, wie viel diese Feldmission zur Hebung des religiösen Geistes und zur Erhaltung der guten Zucht und Ordnung bei­getragen hat1). Litterae annuae Prov. Austr. S. J. ex a. 1643—1752.

Next

/
Oldalképek
Tartalom