Emerich Bielik: Geschichte der K. u. K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates (Wien, 1901)

I. Theil. Die militär-geistliche Hierarchie und die Militär-Seelsorge vor der Errichtung des Apostolischen Feld-Vicariates - 2. Capitel. Die militär-geistliche Hierarchie

30 Sehnsucht nicht widerstehen, dasselbe noch einmal wieder zu sehen. So pilgerte er denn noch öfters nach Wien, zum letztenmale im Jahre 1699. Dort war sein letzter Wunsch erfüllt. An seinem Sterbebette kniete das Kaiserpaar, nach­dem es zum letztenmale seinen Segen empfangen und ihm den Heimweg erleichtert hatte. Hinter dem Altare der Mater Dolorosa des Kapuziner- klosters in Wien an der Epistelseite erblickt man eine glatte Steintafel mit eingeschnittenen Buchstaben. Dort ruht Marco d’Aviano. Den Stein haben ihm Kaiser Leopold, die Kaiserin Eleonora und deren beide Söhne Josef und Karl gesetzt. Die Inschrift, von Kaiser Leopold verfasst, lautet: Epitaphium quod Patri Marco d’Aviano Augustissimus Imperator Leopoldus ipse fecit. t patri MarCo ab aVIano CapVCIno ConCIonatorl eVangeLICIs VIrtVtlbVs eXornato Viennae aVstrlae In osCVLo Do Mini sVI sVaVIter eXpIrantl LeopoLDVs aVgVstVs aVgVsta sVa f'ILIIqVe Moestl posVere 17. Aug: patrl MarCo De aViano Vero IesV serVo reqVIes et LVX perpetVa1). l) Vergl. Onno Klopp, Das Jahr 1683, Graz 1882.

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