Emerich Bielik: Geschichte der K. u. K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates (Wien, 1901)
II. Theil. Die militär-geistliche Hierarchie und die Militär-Seelsorge nach der Errichtung des Apostolischen Feld-Vicariates - 2. Capitel. Das Feld-Consistorium und die Feld-Superiorate
130 und päpstlichen Hausprälaten ernannt, 1891 mit dem Orden der eisernen Krone 3. Classe ausgezeichnet und im Jahre 1897 in den Ruhestand unter Verleihung des Titels eines Mini- sterialrathes übernommen. Er starb im Jahre 1900. 13. Ferdinand Coufalik 1897 —, Weltpriester derDiöeese Königgrätz, geboren im Jahre 1833 zu Poptivek in Mähren, wurde 1857 zum Priester geweiht und am 1. Februar 1864 zum Feldkaplan beim Husaren-Regimente Nr. 9 ernannt. Mit demselben machte er die Feldzüge 1864 und 1866 mit, zeichnete sich durch tapferes Yerhalten im Treffen bei Jicin aus, wofür ihm die Allerh. belobende Anerkennung ausgesprochen wurde. 1874—1879 versah er als Militär-Curat die Seelsorge in der Militär-Strafanstalt zu Möllersdorf, in den Jahren 1879—1881 wirkte er als Kaplan im Seelsorge- Bezirke von Prag und wurde im Jahre 1881 zum 2., 1884 zum 1. Feld-Consistorial-Secretär ernannt, 1891 mit dem Ritterkreuze des Franz Joseph-Ordens ausgezeichnet, 1897 zum Feld-Consistorial-Director befördert, 1900 zum Proto- notarius apostolicus ad instar participantium und Hausprälaten Seiner päpstlichen Heiligkeit ernannt, als welcher er noch gegenwärtig wirkt. S 3. Die Feld-Superiorate und ihr Wirkungskreis. Die Errichtung der eigentlichen Feld-Superiorate fällt mit der Gründung des Apostolischen Feld-Vicariates zusammen. Die von den Groß-Kapellanen Dr. Tönnemann und Dr. Kampmüller eingesetzten Qua-Feld-Superiorate waren nicht mit einer genügenden Autorität ausgestattet; die Aufsicht der Feldkapläne war unzulänglich und der Geschäftsverkehr mit dem Feld-Clerus sehr langsam. Sobald Bischof' Kerens einen genügenden Einblick in die Militär-Seelsorge