Emerich Bielik: Geschichte der K. u. K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates (Wien, 1901)

II. Theil. Die militär-geistliche Hierarchie und die Militär-Seelsorge nach der Errichtung des Apostolischen Feld-Vicariates - 1. Capitel. Das Apostolische Feld-Vicariat

102 übernahm er im Monate November auch die Leitung des Apostolischen Feld-Vicariates. Als Gehalt wurde für denselben über Vortrag des Hofkriegsrathes in Ansehung der »ungünstigen finanziellen Verhältnisse« nicht wie seinem Vorgänger 6000, sondern nur 3000 fl. von Kaiser Franz angewiesen. Unter anderem ist dem Bischöfe Grafen von Hohenwarth die Stiftung des goldenen und silbernen geistlichen Verdienst­kreuzes zu verdanken. Bischof Graf Hohenwarth nahm am 29. Juni 1803 von seinem Feld-Clerus in einem Hirtenschreiben Abschied, um unter Pius VII in schwierigen Zeitverhältnissen den er­ledigten Metropolitansitz in Wien zu besteigen, welchen er bis zu seinem am 30. Juni 1820 erfolgten Tode inne hatte. 3. Gottfried Josef Crüts von Greits. 1803 — 1815. Der Genannte wurde zu Maastricht am 11. März 1757 geboren. Zuerst Canonicus im freien Reichs- und Collegial- stifte zum hl. Servatius in seiner Geburtsstadt, wurde er im Jahre 1778 zum Feld-Consistorial-Director und bald darauf zum Propst von Dornau, und für seine hervor­ragenden Verdienste mit Allerh. Entschliefiung vom 28. April 1803 zum Apostolischen Feld-Vicar ernannt. Im Jahre 1806 wurde er zugleich zum Bischöfe von St. Pölten präconisiert. Seine feierliche Besitznahme von der Kathedrale erfolgte am 19. October 1806. Er arbeitete nach den Intentionen des Bischofes Kerens und erreichte manches, was dieser nicht vermochte. Die Hauptmomente seiner Amtswirksamkeit sind die Übertragung des Präsentations­rechtes an die Diöcesan-Bisehöfe, die Regelung des Juris-

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