Emerich Bielik: Geschichte der K. u. K. Militär-Seelsorge und des Apostolischen Feld-Vicariates (Wien, 1901)

II. Theil. Die militär-geistliche Hierarchie und die Militär-Seelsorge nach der Errichtung des Apostolischen Feld-Vicariates - 1. Capitel. Das Apostolische Feld-Vicariat

■ dictions-Verhältnisses und der Stola-Ordnung, sowie die Gehaltsregulierung der Feldkapläne. Seine Thätigkeit als Apostolischer Feld-Vicar fiel in drangsalvolle Kriegsjahre. Ein Allerh. Handschreiben dto. 1. April 1810 und die Verleihung des Commandeur- kreuzes des Leopold-Ordens lohnten die vielen in jenen schwierigen Zeitverhältnissen erworbenen Verdienste dieses Bischofs, welcher am 5. April 1815 starb. 4. Josef Chrysostomus Pauer. 1815—1826. Geboren in Wien am 29. Juni 1756, trat er vorerst in das Koviziat der Gesellschaft Jesu, nach deren Aufhebung aber in das Professhaus der Barnabiten zu Wien ein, und ließ sich sowohl im Lehramte als auch in der pfarrlichen Seelsorge verwenden, bis er im Jahre 1794 zum Kaplan der adeligen »Deutschen Leibgarde« berufen wurde. In allen Ämtern des Feld-Consistoriums thätig, wurde er am 17. April 1815 zum Apostolischen Feld-Vicar und unter einem zum Domcapitular an der Metropolitankirche zu Gran ernannt, und bald darauf zum Bischof von Dulma in part, consecriert. Vielfach in Anspruch genommen von der Gewissensleitung in den höchsten Kreisen der Gesell­schaft, ward ihm im Jahre 1823 mit Beibehaltung des Apostolischen Feld-Vicariates das erledigte Bisthum St. Pölten übertragen, dem er schon früher als Ehrendomherr angehört hatte. Er starb am 19. December 1826. Die Begulierung der Gehalte der Garnisons- und Spitalskapläne, ausführliche Instructionen über genaue, vorschriftsmäßige Führung und Aufbewahrung der Militär- Matrikeln, die Führung der Matrikeln in duplo und Ein­sendung der Matrikel-Duplicate an das Feld-Consistorium — 103 —

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