Petőfi gyüjtemény - B sorozat / 45-ös doboz

13 u ft h empfing auch im Saufe í>eS heutigen Bor« Slagé, wo oiele Blitglieber bet Bariéi butcf) iljre | anbece BPidften baran oerljinbert werben. überaus fdjwierige Sprache eingelebt ober otelmei)£ eingearbeitet, bie geregtes Staunen erregen muff. Unb wie wunberbar Ieidjt lieft ficb biefer italienifdje Betöfi! Seine „Foglie di Cipresso sulla tómba dj Etelka" (ßtjpreffenBlütijen auf bem ©rabé ßtelfa’S) jniiffen als ein Bteifterroerf ec^t iongenialer 9tadj= bidjtung gepriefen werben. Scan fte^t: wer biefe Berfe nadjgeahmt, ift felbft ein Sidjter oon ©otteS ©naben. SDaS Bierfroürbigfte babéi ift, baj) (Saffone trog allem Sdjwung unb iroj; oder flraft unb Schönheit beS BuSbrucfeS eS r»erfte§t, bem Original immer rüljrenb treu ju bleiben. 3e§t« wo. id) biefe 3eilen fdjreibe, liegt mit ein ftar! oergilBteS ©semplar bet italtenifdjen Uebetfe^ung oon B«töfi'S tieffinnigem „Az őrült" (2)er SEß.a^nfinnige) oor, baS ßaffone unter bem Sitel „II pazzo" übertrug. GS ift mit einet eigenpnbigen, IiebenSwürbigen 22ibmung an mid) atS „lettes Gsemplat" oerfeljen unb nimmt in meiner Bücherei bafjer einen ©brenpla^ ein. SBieber unb wiebcr lefe ich biefe oon alter fjeifjen ©lutf), aller flantmenben Seibenfdjaft, alleríühnften Sban* tafie unb aHerprädjtigften Siftion ^Setöfr’fc^en ©enieS burdjwehte italienifcfje Bacbbidjtung beS einzig bafteljenben ©eridjteg, unb gewiß, eS fteljt auger 3weifet, nid)t nur oor mir, fonbetn oor 3ebem, ber eS getefen : fein BoIE Befifst einen földjeit mit bem Originale gleidjfam wetteifernben 3ntcrpreten XJ3etöfi Sánbot’S, alá baS italienifc^e in bem förpe-.Iicf) fo unbarmherzig heimgefudjtenGinfiebler auS Sizilien. Beinahe baS ©Ieidje muff aber auch bem fdjipebifdjen tjjauptüberfeger nacbgefagt werben. Bie» tor ßmanuel Geman war ein Sotjn ber mittel« fdjraebifdjen Sanbfdjaft Sierite wefilidj oon Stocf* botm. @r ftubirte in 3ena unb Seipgig SbUo* fopfjie, unb fdjrieb Bereits bamalS ©ebidjte ooH innigfter ©efüblsroärme unb prächtig« Baturfdjil« berungen in feiner melobiöfen ÜDiutterfpradje, Be« fanntlicf) ber fc^önftflingenben aller germanifdjen. 3m Sommer beS 3a§teS 1878 Befudjte idj ißn in Derebro, einer bübfdj an einem großen See gelegenen Stabt feiner .fbeimatbSprooinj. 3<b fpracb ben bamalS im reifen ÜDlanneSaltcr Stcbenben fofort tingarifcb an, mußte aber baS ©efagte febr Iangfant öfter miebetbolen, um oerflanben ju werben, flei n Söunber! §atte £>r. Demon bocb ebenfalls nie juoor ungarifcb gehört. Stber bie Sprache unb alle ihre fubtilften Seinbeiten eerftanb er in foldjem Blaße, baß icb nicht umhin fonnte, barob meinet Berwunberung StuSbrucf ju geben. Seine entjücfenben „Sänger af Petőfi" (©ebicbte Betöp’S) rétijén fiel) an innerm aSerttj fofort an bie Gaffone’S, unb icb glaube bamit genug gefagt ju Rabéit ju ihrer SDBertfcbä^ung. 211s dichter boc^seaebtet unb als Bebafteur einer ber eiuflußreidjften febwebifeben Brooinjjeitungen („ScrtfeS SlHehanba") ftarB ber Bietunbfiebzigjäbtige oor jroei 3®brin. 23aß et fornobl wie ßaffone ju äußeren Blitgliebern ber flisfalubi)*©efellfd)aft unb ju GbwNmitgliebern ber S*töfi»®cfeHfci)aft gewählt würben, war baS ©eringfte, womit wir ben Ber* bienften Seiber gerecht werben ionnten. 3« SBien, wo {te in bem bamaligen alter* tbümlidjen ©aftbof „jur golbenen ©nte" in ber winfligen inneren Stabt 3abre hü'burd) wohnte, übertrug bie polnifdje Scbriftfieüerin Stau Seoerine S)ucbinSfa unferen Betöf inS ^Polnifc^e. 3cb unter» richtete, bamalS noch ein blutjunger Stubent in ber flaiferftabt, bie ungemein begabte Scbrifftellerin im Ungarifcben. Buch ihr SJlann, Sranj 2)ud)inSfi, ber bureb feine heftigen antirufjifdEjen Schriften Be* fannt würbe, nahm an biejem Unterricht l^eil. Später fam eS auch 3U $etöfi*Uebe;,}eßiingen, Bei betten idb meiner Schülerin ben ungarifcben £e£t, ba ich ber polnifchen Sprache nur wenig mächtig gewefen, meift wörtlich inS gran^öftfefte überfe^te. Bon Sennern polnifder Sichtung würbe mir öfter oerfidjert, ba^ bie polnifchen Badjbichtungen Betöfi’S entjüdenb feien unb Bei ben B°Ien fehr oolfSthüm* lieb würben. UeBrigenS ^at auch BlabiSlauS Sa* BowSii Betöft in biefe Sprache überfeßt. So wie e§ ber Beliebte BoIfSbicbter (Smanuel §iel inS Blämifcbe, ^Jrofcffor Stabe! (Brag) unb Sube« nil inS Gjecijifcbe, BopooicS inS Serbifcbe, Slnbere inS Suffifd)i, Spanifdje, §oüänbifcbe, ja fogar tnS ©tiecbjifche, BIBanepfcbe unb Soctugiefifdje getban haben. SelBft an pnnifchen, türfifchen unb hebräijehen Ucberfeßuugen fehlt eS nicht. Goch genug ^ieoon. 2Bir haben mit bet 3U‘ ftanbebringung beS fjjctöfi * BiufeumS eine nidbt nur nationale, fonbern, baS fann man ohne djauoiniftifebe SelBftüBerbeBung fagen, eine internationale Bflidjt erfüllt. Oenn ber unfterHicbe Sänger gehört alten Stationen an, unb eS war feine UebertreiBung, als ein flennet erften Banges unb fel6ft gefeierter Boft« Sviebricb Sobenftebt, ber weltberühmte Siebter beS „Siirja Schafft)", in feiner Segeifterung nach bem j)urcblefen ber Betöfi’fcben ©ebicbte JolgenbeS fcfjrieb : „Unter benjenigen fremben 2)idhtern, welche ich erft in reiferen 3ahteu fennen lernte, tft mir feinet fo fchnetl inS §er$ gefprungen wie tofi .. . @r war ein echter Siebter, bee Stílem, was er berührte, höhere Sebeutung 31t geben wufjte, unb et h<d Sieber gefdjaffen, bie benen bet größten Sqrifer aöer Bölfer ebenbürtig finb unb ihm beS* halb neben biefert einen (Shrenplag in ber SBelt* literatur ftchern." ^Jrof. S. ipatöcj^.

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