Theologia - Hittudományi Folyóirat 5. (1938)
Móra Mihály: Az egyházjogi irodalom útja. II.
INHALTSANGABE —RÉSUMÉ Univ. Prof. Arnold Pataky : Die Lehre des heiligen Paulus über die Eucharistie, in religionsgeschichtlicher Beleuchtung. Beide klassischen Stellen über die Eucharistie befinden sich im ersten Korintherbriefe. — 10, 16-—21. beweist deutlich, daß in den Augen Pauli die Eucharistie ebenso ein wahrhaftiges Opfer ist, als die Opfer Israels oder die der Heiden zur Ehre ihrer Götzen dargebrachten Opfertiere. Die getrennte Erwähnung des Blutes und Leibes Christi bezeugt, daß der Apostel das eucha- ristische Opfer mit dem Tode des Herrn in enge Verbindung bringt. Der Genuß des eucharistischen Kelches und Brotes bringt die Gläubigen in die innigste persönliche Gemeinschaft mit dem Blute und Leibe Christi und macht sie unter einander zu Mitgliedern einer großen Gemeinschaft, wogegen der Anteil an den heidnischen Opfermahlzeiten sie mit den Dämonen in Gemeinschaft brächte. Der Ausdruck Pauli : «Kelch des Segens» ist aus dem jüdischen Passamahl bekannt, die Ausdrücke : xotvcuvia xon ßu)[io5, xotvwvo; S-sqi, ó|ioxpá- tcsÇoç, TpcmsÇa % où D-soù kommen bei Philo, Josephus Flavius und heidnischen Schriftstellern auch vor und bedeuten die innige Gemeinschaft mit dem wahren Gott, resp. den Götzen. Einige Papyri von Oxyrrhynchus enthalten Einladungen zum heiligen Mahle des «Herrn Sarapis» ins Sarapeion. Die erschütternde Mahnung Pauli konnte von seinen Lesern sehr gut verstanden werden. — 11, 23—32. steht ganz auf dem Grunde der synoptischen Tradition. Auch diese Stelle bezeugt die enge Verbindung des eucharistischen Opfers mit dem Andenken an den Opfertod Christi, lehrt dabei die wirkliche Gegenwart Christi unter den Gestalten des Brotes und Weines und zeigt die fürchterlichen Folgen der unwürdigen Kommunion. — Die namhaftesten Vertreter der neueren kritischen Schulen (eschatologische, religionsgeschichtliche oder mythologische Schule, formgeschichtliche Methode) leugnen nicht mehr, daß Paulus und das Urchristentum der Eucharistie einen wahren, sakramentalen Charakter zuschrieb, behaupten aber, daß dieser sakramentale Charakter eben von Paulus in das ursprünglich einfache liturgische Mahl der Urchristen eingeführt wurde, er selbst aber diesen Gedanken aus den heidnischen Mysterien-Religionen schöpfte. Anfangs sollte das liturgische Mahl der Ausdruck der messianischen Hoffnung auf die Wiederkunft Christi gewesen sein ; die Urchristen dachten sich dabei den auferstandenen und verherrlichten Heiland unsichtbarer Weise gegenwärtig. — Doch die Worte Pauli fordern eine andere Erklärung. Paulus führt keine Neuerung in die Kirche ein. Christus ist nicht kraft der Gebete der Gläubigen, sondern kraft der wiederholten Einsetzungsworte in den eucharistischen Gestalten wahrhaft