Teológia - Hittudományi Folyóirat 2. (1968)

1968 / 3. szám - SOMMAIRE, INHALTSÜBERSICHT

SOMMAIRE Ferenc Rosta, L’union des chrétiens. - Ferenc Gál, Pensées sut le péché otiginel. - József Vas, Le fin d’une question disputáé (En quel „Sabatia” naquit st. Martin de Touts?). - Tamás Nyíri Comment pariet sur Díeu? - HORISONS. Le renouveau liturgique. - MÉDITATION. Polycarpe Radó, Les presences du Christ. - REVUE. Ferenc Vöröss, Courants de réformation de l’enseignement religieux. - Adam Bocbkor, Interventions medicales dans la vie humaine. - András Szennay, La fői provoquante. - Béla Csanád, L’Afrique une promesse. INHALTSÜBERSICHT FERENC ROSTA, Die Einheit der Christen. Verfasser führt anhand des ökumenismus- dekrets des l. Vatikanum aus, welche Schande es sei, dass die Christenheit so auseinander gerissen ist. Die verkrampften Auffassungen beginnen jedoch sich zu lockern, sowohl der konservativ-protestantische Standpunkt (Einheit nicht notwendig, weil unsichtbare Kirche), als auch der konservativ-katholische Standpunkt (Abtrünnige werden im Vaterhaus empfangen). Das jahrhundertlange Nebeneinanderleben wich dem brüderlichen Dialog. Verfasser zeigt kurz auf, wie die ökumenische Bewegung im vorigen Jahrhundert entstanden ist, wie sie allmählich auch den Katholiken immer mehr sympatisch wurde. Er zeigt aber auch, dass selbst die Reformatoren nicht so starr waren, wie das Viele gemeint hatten, Calvin zum Beispiel be­hauptet, es sei die Existenz solch einer sichtbaren Kirche möglich, die „ein wahres und unzweifelhaftes Abbild” der unsichtbaren Kirche sei. — Die Unionsbestrebungen der protes­tantischen Kirchen hatten 1948 ihre Förderung im damals gegründeten „Weltrat der Kirchen”. Die theologische Forschung erlebte seither einen ungeahnten Aufschwung. — Verfasser schildert das Verhältnis zwischen der ökumenischen Bewegung und dem Konzil welches erklärt hat, die ökumenische Bewegung sei ein Werk des Heiligen Geistes, weil Christus die Wanderkirche fort und fort zur Reformation antreibt. Es fehlt nicht an Ansätzen der Reform in der kato- lischen Kirche (Hierarchie als Dienst, Lehramt dem Wort Gottes unterworfen, volksnahe Liturgie). Die getrennten Kirchen werden nicht zur Union aufgefordert; die Kirche wird in erster Linie nicht, als ein soziales Gebiet aufgefasst, sondern als Gnaden-Gemeinschaft. FERENC GÁL, Erwägungen über die Erbsünde. Die traditionelle Theologie erklärte bloss auf Rom 5, 12 fussend den Zusammenhang des Einzelmenschen mit der Erbsünde der Ureltern. Verfasser untersucht zunächst, inwieweit die Meinungen von Schoonenberg, Haag, K. Rahner, zu einer tieferen und menschlicheren Auffassung der Erbsünde beitragen. Die Heilige Schrift betont ziemlich die Solidarität der Menschheit in der Sünde, spricht sogar von der „Sünde der Welt”. Deswegen können wir mit Recht fragen, ob nicht die Folgen der Erbsünde - Tod, Konkupiszenz, Stand der Sündigkeit - nicht ein aus der Sünde der Welt stammendes Situirtsein ist? Selbstredend so, dass Adams Sünde als spezieller Anfang die Solidarität in der Sünde in Gang setzte und diese in der Kreuzigung Christi gipfelte. Das Tridenter Dogma spricht nach Verfassers Ansicht nicht gegen diese Erklärung. - Was den Monogenismus betrifft, könne man feststellen, dass er nicht aus dem Text des Dogmas folgt. Wenn wir Gen 2-5. in ätiologischen Sinn erklären, wie es Alszeghy-Flick tun, darf man annehmen, Adam sei nur der Ausdruck einer korporativen Persönlichkeit. — Die „dona praeternaturalia” solle man nicht als einen biologischen Zustand unserer Natur auffassen, sondern als Folgen aus der Kraft der Gnade. Dann können wir das Fehlen dieser Gaben in den Nachkommen Adams aus dem Fehlen der Gnade bei · der ganzen Menschheit erklären und müssen nicht die biologische Abstammung aus einem Stamm annehmen. Der Ausdruck des Dogmas „per generationem” bleibt unangetastet, weil ja die Erbsünde nicht durch „Nachahmung”, sondern durch Hinein­geborenwerden in die gnadenlose Menschheit sich fortpflanze. TAMÄS NYÍRI, Wie kann man über Gott sprechen? Bonhoeffer schrieb vor seinem Hin­richten, 1945, dass wir vor einem völlig religionsloser Zeitalter stehen, und sagte; Wie könnten wir über Gott weltlich sprechen? Verfasser führt das Wort Nietzsche’s vom Tode Gottes an, erwähnt Vahanian, Hamilton, Robinson, Natanson’s Schriften, um zu beweisen, dass man die bisher gebräuchliche Sprache nicht mehr benützen könne, wenn man der heutigen Welt Gott verkünden will. - Die heutige Gesellschaft sei vollständig säkularisiert, das bedeute an sich nichts Schlimmes. Es ist nämlich weltanschaulich ein neutraler Begriff, wenn man aber die Ideologie des Säkularismus meint, handelt es sich um eine religionsfeindliche Einstellung, welche Kirchen und Religionen für schädlich hält (Anmerk. 11.). Doch auch wenn die Welt völlig säkularisiert ist, kann man doch aus der Kontingenz der Welt auf Gottes Existenz schliessen. - Das Gespräch über Gott ist aber möglich und hat seine Voraussetzungen, die Verfasser bespricht. 195

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