Folia Theologica 16. (2005)
Tamás Tóth: Clemens VIII. und der Lange Türkenkrieg in Ungarn
LANGE TURKENKRIEG IN UNGARN 217 Das Verhalten der Gesandten erweckte auch in Persien ein sehr negatives Echo. Die Streitigkeiten wurden sogar zwischen den beiden so groß, dass sie auf anderen Wegen nach Europa zurückkamen. Paul V. ordnete dann ihre Bestrafung an. Das einzig wirkliche Ergebnis war, dass die durch drei Augustiner geführte katholische Mission beim Schah Unterstützung fand, wie er es in seiner Antwort an den Heiligen Vater auch bekräftigte.154 Die Frage stellt sich natürlich: Warum wollte Clemens VIII. mit einem Ungläubigen gegen einen anderen Bündnis schließen? Clemens Vlll. hoffte, dass der Schah sich zum Christentum bekehren wird, was den Grund weiterer Schritte hervorriefe.155 Auch wenn seine Mutter griechisch-orthodoxer Herkunft war und die mittelalterliche Legende über „Prctc Gianni"156 immer noch anwesend war, scheint dieser Optimismus doch etwas übertrieben zu sein. cola piazza posta fra alcunc paludi, non guadagnata da'Titrchi col valore, ma caduta in loro potere per tradimento di uno eretico, ehe ne pagherà la pena , et piit facile de ricuperare ehe non era la célébré fortezza di Giavarino [= Raab] pur perduta nell’istesso modo, la cpiale riacquistata dalle loro mani con la virtù die nostri soldait. " Instruktion Für D. de Miranda u F. Costa. Gesandte in Fersien. Rom, 28. Februar 1601. JAITNER 655-662. Cit. 661. I 54 .. Et le nationi Christiane che sono dentro li nostri paesi, lutte le con quieto animo nelli lochi d'orat ioné et net culto del Govarnetaro del mondo si possono occupare, et il rispetto di quelle et I 'honore pili che delle genti nőst re faremo. Et forse ehe la verilà di questa disositione dalli mercanti et dalli mohi christia- ni fideli che vengono qui, all odito nobile arrivata sarà. Et l 'imasciatore vostro quando sarà arrivait), manifestaro quando grande honore noi facemo alii chri- stiani.[...] Era Antonio, [...] Fra Christoforo et Era Gerolamo[d. h. die drei Augustiner], prima che mandasemo questo imbasciatore per il nobile servito, restorno nel servitio della nostra fortunata presentia et chiara vista, gratiosa et compassionevole. Brief von Abbas I. an Clemens VIII.. 1603. Ed. ALONSO. Una embajada (Anm. 142) 1 16-1 18. Cit. I I7F. 155 „[...] onde il Re, ricevendo la sua verità [d. h. die der Kirche] e divedendone membro, viene ad ordinare talmente se medesimo et il suo Regno, che confessera in breve di essere stato vero Re solamente, quando havrà cominciato di essere christiano". Instruktion Für D. de Miranda u F. Costa, Gesandte in Persien, Rom, 28. Februar 1601. .IAITNER 655-662. Cit. 657. 156 Priester Johannes oder Johannes Presbyter ist eine Legende von einem aus dem Orient stammenden Priesterkönig im 12-16. Jahrhundert, der die Christenheit vor dem Islam retten werde. Er spielte dann in den Kreuzzugsbewegungen eine wichtige Rolle. Johannes ist am meisten als Nachkomme Davids und Nestorianer dargestellt. Er komme vielleicht aus Äthiopien. Es gab einige Fürsten in Mongolen und einen Brief eines Presbyters von 1165, was dieser Legende einen historischen Kern gaben. BRINCKEN A.-D. V., Johannes Presbyter. In: LThK (Anm. 4) Bd. 5. Sp. 989.