Folia Theologica 16. (2005)
Tamás Tóth: Clemens VIII. und der Lange Türkenkrieg in Ungarn
218 T. TOTH Nachwort Clemens Vili. ist ein Kirchenfürst, der nicht dafür berühmt wurde, dass er gegen die osmanische Expansion gekämpft hätte. Einige Wissenschaftler kennen zwar seine Versuche, sonst blieben jedoch eher die Union von Brest, seine Friedensvermittlungen oder der Fall von Giordano Bruno und Tommaso Campanella. Diese Arbeit versuchte zu untersuchen, wie Clemens VIII. danach strebte, die von den Osmanen besetzten Länder, so Ungarn, zu befreien. Es lag letztendlich nicht an ihm, dass ihm das nicht gelingen konnte und diese Ehre an seine Nachfolger ging. Die europäische Lage war dazu zwischen Religionsfrieden und Dreißigjährigem Krieg viel zu unausgeglichen und unruhig. Er ist es trotzdem wert, unter den größten Päpsten erwähnt zu werden, die eine internationale Vereinigung wünschten und dafür eintraten. Anhänge Anhang 1 Quelle: BAV Vat. Lat. 5485. foil.1-15. Oratione per la difesa, contro il Tureo al Santissimo et Beatissimo Padre, et Signor Nostro Papa Clemente Ottavo. Pontefice Massimo. Di Pietro Cedulini vecovo di Lesina. 28 di Genaio 1593. [Die Aufteilung erfolgt hier nach Absätzen.] [1] Er lobt die Ligapläne, die auch von ihm gewünscht sind. [2] Der Verfasser berichtet, dass er zwar einen Besuch in Konstantinopel machte, aber in Dalmatien lebt und residiert. Er fühlt sich verpflichtet, über das Türkische Reich Murads III. zu referieren. [3] Die Türken besetzten bereits einen großen Teil von Asien, Afrika und Europa und verhindern den christlichen Kult. Pius V. organisierte eine Liga, die bei Lepanto gewann. Die Venezianer schlossen einen Frieden mit den Osmanen: der eine aus Angst, der andere wegen des Krieges mit Persien. [4] Selim hatte Zypern, Epirus und Dalmatien besetzt, erst dann schloss er den Frieden mit Venedig. So verhinderte er eine allgemeine Liga der christlichen Staaten und Persiens gegen die Türken durch das angrenzend liegende Venedig, das die „Bremse" Italiens und Europas ist. [5] Murat war mit dem Frieden nicht zufrieden. Als sein Vater und Vorgänger starb, war die allgemeine Meinung, dass er den Krieg mit Venedig fortsetzen müsste. [6] Der Sultan beurteilte es so, dass es nötig sei, erst den Krieg mit Persien zu beenden. Dann wandte er seine Armeen gegen Öster-